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Cacao,
schale erklärt. Die braune, ziemlich spröde Samenschale unischliesst den Embryo, der nochvon einem zarten Häutchen (Silberhaut) bekleidet ist. Der Embryo besteht aus den dick-fleischigen Kotyledonen, die vielfach in einander gefaltet und von aussen eingeschnürtsind, der keuligen Radicnla und der als kleines Spitzchen kenntlichen Plumula. Wegen dervielen Falten etc. zerfallen die Kotyledonen leicht in kantige Stücke. Ihre Farbe ist aufdem Querschnitt mehr oder weniger braun bis violett. Die Kotyledonen bestehen zu äusserst auseiner aus dünnwandigen Zellen gebildeten Epidermis, die häufig (besonders an den Falten undan der Radicula) zu eigenthümlichen Haaren (MiTSCHEELieH'sche Körperchen Fig. 125 tr)ausgewachsen sind. Die Epidermiszellen enthalten 3—4,5 ,u grosse kantig-rundliche Pigment-körner von orangegelber bis brauner Farbe, die mit Chloralhydrat blutroth, mit Eisen-chlorid olivenbrann werden. Das übrige Gewebe besteht, abgesehen von zarten Procam-biumsträngen und schwach entwickelten Gefässbündeln, aus zarten Parenchymzellen, alsderen Inhalt sich krystallinisches Fett, Plasma und Aleuronkörner erkennen lassen.Letztere enthalten entweder ein Krystalloid und färben sich mit Jod gelb, oder sie färben
K~.
Fig. 125. Gewebe des Kakao, 160 Mal vergrÖBsert.
A Silberhaut des Samens, f Fettkrystalle. K Oxalatkrystalle. tr MlTSCHEKLlCH'sche Körperenen, von der
Samenschale abgebrochen, d Skiereiden der Samenschale. E Parenehym der Kotyledonen der Stärke, Fett,
Aleuron (a) und Farbstoifzellen (v). irp Spiralgefässe. (Nach Moellbk).
sich nicht mit Jod und enthalten dann ein oder mehrere Globoide. Beide Formen sollennicht in derselben Sorte neben einander vorkommen (Tschirch). Endlich enthalten sieStärke in kleinen einfachen, rundlichen oder wenig zusammengesetzten Körnern. DieKörnchen sind bei den einzelnen Sorten nicht gleich gross, und sie können wohl mit be-nutzt werden, einzelne Sorten zu charakterisiren. (S. 521.)
Zahlreiche Zellen (Pigmentzellen, Fig. 125 ») der meisten Sorten enthalten FarbstoffKakaoroth), der entweder braun oder violett (mit mehr oder weniger röthlichem Stich) ist,diese Pigmentzellen sind im allgemeinen regellos zerstreut, gegen die Epidermis bilden siehäufig kurze Reihen. Manchen Sorten fehlen sie ganz. Sie werden mit Eisenchlorid blau-schwarz, mit konc. Säuren roth, mit Kalilauge blau.
Aus dem Gewebe der Radicula sind als charakteristische Elemente zu erwähnen:Einzeikrystalle und kleine Drusen von Kalkoxalat. Die Gefässbündel sind weiter ent-wickelt wie diejenigen der Kotyledonen.
Das den Embryo bedeckende Silberhäutchen, der Rest des Perisperms, enthältin seinen Zellen Krystalle und Krystallaggregate von Fett in rundlichen oder keuligen Formen.
Aus dem Gewebe der Samenschale (Fig. 126) ist bemerkenswerte die Epidermismit polygonalen Zellen, deren gelbgefärbte Wände etwas verdickt sind, das zusammen-