Bismutum Bubgallicum.
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Schwefelwasserstoff schwarz gefällt. Schüttelt man die Salzsäure Lösung mit wenig Chlor-wasser und Chloroform, so wird letzteres violett gefärbt. — An feuchter Luft geht dieVerbindung allmählich in ein rothes Pulver über, welche ein noch stärker basisches Wis-mutoxyjodidgallat darstellt. Der Jodgehalt des reinen Präparates beträgt 24,4 Proc.
Aufbewahrung. Vorsichtig, vor feuchter Luft und vor Licht geschützt, s. oben.
Anwendung. Als geruchloser, nicht reizender Ersatz des Jodoforms in der "Wund-behandlung, also als Trocken-Antisepticum, entweder in Substanz als Pulver odeT als10 proc. Salbe, mit wasserfreien Vehikeln bereitet.
Pasta Airoll Brüns.Rp. Airoli
Mucilag. Gummi arab.Glycerini ää 10,0
Boli albae 20,0.
Für OccIusIy- Verbände genähter Wunden.
Jodogaliicin. Wismutoxyjodidmethylgallol. 0„H 2 (OH) 2 CO 8 . CH 3 .BiO(OH)J.Wird analog dem Airol durch Einwirkung von frisch gefälltem Wismutoxyjodid auf Gallus-ääuremethyläther (Gallicin s. S. 51) dargestellt.
Spez. leichtes, amorphes, dunkelgraues Pulver, in den gewöhnlichen Lösungsmittelnst es unlöslich, von Säuren und Alkalien (auch schon von Wasser bei längerer Einwirkung)wird es in seine Komponenten zerlegt. Es enthält 23,6 Proc. Jod und 38,4 Proc. Wismut.
Ist als ungiftiges Antisepticum, bezw. als Ersatz des Jodoforms empfohlen worden,
Bismutum oxyjodatum pyrogallicum. Wismutoxydid pyrogallat 0 ( ,H 2 (0H) 2 O.3i(OH)J. Wird durch längeres Digeriren molekularer Mengen von frisch gefälltem Wis-nutoxyjodid und Pyrogallol oder durch Fällen einer Lösung von Kaliumjodid und Pyro-;allol mit einer essigsauren Lösung von Wismutnitrat dargestellt. [D.R.P. 94287.]
Sehr feines, amorphes Pulver von gelbrother Farbe, in Wasser und in den gewöhn-ichen Lösungsmitteln unlöslich, und vollkommen licht- und luftbeständig. "Wird durchVasser nicht leicht zersetzt.
Anwendung als ungiftiges Antisepticum, bezw. als Jodoformeraata.
Bismutum subgallicum.
Bismntnm gnbgaUicum (Ergänzb.). Bismntnm gallicnm. Wisnnitsnbgallat.Wismutgallat. Dermatol. Gallate baslqne de Bisinnth (Gall.). Subgallate of Bis-inutli. C 0 II 2 (OH) 3 CO ä Bi(OH) 2 . Mol. Gew. = 411.
Darstellung. 150 Th. kryst. Wismutnitrat werden in 300 Th. Eisessig gelost.Diese Lösung wird mit 2000—2500 Th. Wasser verdünnt und filtrirt. Hierzu fügt manunter Umrühren eine noch warme Lösung von 50 Th. Gallussäure in 2000—2500 Th.Wasser. Der entstehende gelbe Niederschlag wird zunächst durch Dekanthiren, später aufdem Saugfilter mit lauwarmem Wasser gewaschen, bis das Ablaufende nicht mehr sanerreagirt und mit Diphenylanrin die Reaktion der Salpetersäure nicht mehr giebt. Alsdanntrocknet man den Niederschlag auf porösen Tellern, zuerst bei mittlerer Temperatur,schliesslich bei 70—80° C.
Eigenschaften. Gelbes, geruch- und geschmackloses Pulver, in Wasser, Weingeistoder Aether unlöslich, in Natronlauge zu einer gelbbraunen Flüssigkeit löslich, die an derLuft rothe Färbung annimmt. Verkohlt beim Erhitzen ohne zu schmelzen und hinter-lässt schliesslich gelbes Wismutoxyd. — Durch Schwefelwasserstoffwasser oder durchSchwefelammonium wird es in braunschwarzes Wismutsulfid verwandelt.
Pt*üfung. 1) Werden 0,5 g des Salzes mit 5 cem Weingeist geschüttelt und so-gleich filtrirt, so darf das Filtrat blaues Lackmuspapier nicht röthen (freie Gallussäure).2) 0,5 g des Salzes löse sich in 5 cem Natronlauge klar auf (andere Wismutsalze bleibenungelöst). 3) Werden 0,2 g Wismutsubgallat mit 1 cem konc. Schwefelsäure übergössen,und wird die Lösung mit 2 cem Ferrosulfatlösung überschichtet, so darf eine braune Zonenicht entstehen (Salpetersäure). 4) Das Salz inuss beim Glühen und nachfolgender Behandlungmit Salpetersäure (s. S. 495) mindestens 55 Proc. Wismutoxyd hinterlassen (der theoretische