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Gummi.

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4. Suakin-Gummi (Samagk-, Savakumi-, Hidschodzi-, Talca-Gummi), hauptsäch-lich von Acacia stenocarpa Höchst. Kleine, gelbe oder bräunliche Stückchen. Schleimwenig klebend. Unter diesem Namen kommen auch kleine, von den besseren Sortenabgesiebte Stückchen vor.

5. Geddah-Gummi (berberisches Gummi, vergl. unten). Südlich von Arkiko ge-sammelt, kommt über Dschidda (Geddah) in den Handel. Kleine Körner von meistdunkler Farbe und unangenehmem Geschmack, schwer löslich. Schlechte Sorte. Unterdiesem Namen allerdings auch bessere Sorten. Anscheinend ähnlich das Aden-Gummi.

b. Westafrikanisches Gummi. Senegal-Gummi.

1. (i ummi vom Unterlauf des Flusses (Gomme du bas du fleuve). Knolligeoder wurmförmige Stücke von gelblicher bis gelbbrauner Farbe.

2. Gummi vom Oberlauf des Flusses (Gomme du haut du fleuve). Klei-nere, hellere Stücke, darunter mehr wurmförmige, besser in Wasser löslich wie 1.

3. In dieselbe Gruppe gehören die ebenfalls aus Senegambien in den Handel ge-langenden Sorten: Salabreda (Gomme friäble), Medine vom Mittellauf des Flusses,Galam (von Acacia vera Willd. u. A. albida Del.).

IL Gummisorten anderer Herkunft,

aber ebenfalls ganz oder doch grossentheils in Wasser löslich und theilweise sehr wohl imStande, die offlcinellen Sorten zu ersetzen.

a. Akazien-Gummi:

a. Aus Afrika.

1. Nordafrikanisches Gummi (Mogador-, Marokkanisches, Berberisches G., vergl.oben). Von Acacia gummifera Willd. und A. arabica Willd. In Wasser unvoll-kommen löslich, mittelmässige Sorte. Indessen kommt unter diesem Namen auch Gummivor, das dem Gezireh-Gummi nahesteht, und welches, vielleicht aus dem Sudan stam-mend, infolge der unsicheren Verhältnisse in Ostafrika, einen nordwestlichen Weg ge-nommen hat.

2. Gummi aus Deutsch-Südwestafrika. Unter diesem Namen (auch Gummivon Angra PequeSa) ist in den letzten Jahren ziemlich reichlich Gummi nach Europagekommen, das wenigstens z. Th. in Wasser völlig löslich war und sich für die meistenVerwendungen trefflich eignete. Es stammt von Acacia horrida Willd. Anderes, nichtlösliches, dürfte von Acacia Giraffae Willd. stammen.

3. Kap-Gummi, wenigstens zum grossen Theil mit dem vorigen identisch. Eskommt aber unter diesem Namen auch ganz unlösliches Gummi vor. Soll auch vonAcacia Karroo Hayne und A. capensis Colla gesammelt werden.

ß. Aus Indien. Amrad-Gummi.

Von Acacia arabica Willd. (JBabool- Gummi), strohgelb bis braun, zu 95 Proc.einen ziemlich dünnen, röthlichen Schleim liefernd. Klebfähigkeit gut.

Acacia leucophloea Willd., hellbraun, löslich. Klebkraft ziemlich gut.

Acacia Catechu Willd., hellbraun, säuerlich, nur theilweise löslich. Klebkraftschwach.

Acacia f erruginea D. C, braun, mit brauner Farbe löslich. Klebkraft ziemlich gut.

Acacia farnesiana Willd., braun, süsslich, mit brauner Farbe löslieh. DerSchleim gelatinirt aber nach kurzer Zeit. Klebkraft schwach.

Acacia modesta Wall., hellbraun, löslich. Klebkraft gut.y. Aus Australien. Wattle-Gummi.

Für den Export soll nur von Acacia pyenantha Benth. in Viktoria in Süd-australien gesammelt werden. Das Gummi ist in Wasser löslich. Ebenso liefert A. de-currens Willd., A. homalophylla Cunn., A. pendula Cunn., A. sentis F. Müll.,lösliches Gummi (Sidney-Gummi). Bei A. binervata D. 0., A. dealbata Lk., A. elataCunn., A. glaucescens Willd., A. penninervis Sieber bleiben 412 Proc. un-gelöst, bei A. decurrens Willd., A. mollissima Willd., A. vestita Ker Gawl.941 Proc.

8. Aus Amerika.

Acacia Angico Mart.

b. Gummi von anderen Pflanzen:a. Aus Indien.Anogeissus latifolia Wall. (Ghatti-, Dhaura-Gummi), strohfarbene Stücke,die im Wasser zu 85 Proc. löslich sind, deren Klebkraft aber nur mittelmässig ist.

Bauhinia variegata L., braun, völlig löslich. Klebkraft wie beim vorigen.Albizzia amara Boiv., hellbraun, von süsslichem Geschmack, nur theilweiselöslich. Klebkraft sehr gut.