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Giiajacum.
Eigenschaften. Spec. Gew. 1,23—1,25, schmilzt bei etwa 90° C. mit schwachemBenzoegeruch, erweicht beim Kauen und ist von scharfem, kratzenden Geschmack. Löslichin Aether, Alkohol, Amylalkohol, Chloroform,. Alkalien, Kreosot, Nelkenöl; in anderenätherischen Oelen, in Benzol und Schwefelkohlenstoff nicht oder nur unvollständig'löslich. Oxydirende Reagentien färben es schön blau, reducirende und Erwärmung bedingenEntfärbung.
Bestandtheile. Der in Alkohol lösliche Theil des Harzes besteht aus 10,5 Proc.Guajakharzsäure C 20 H 24 O 4 , krystalliniscli, Schmelzpunkt 78° C, 70,35 Proc; Guajakon-sänre C 20 H<, 4 05, amorph. Schmelzpunkt 74—76° G, färbt sich mit Oxydationsmitteln blau;9,76 Proc. Guajacinsäure (Guajak-ß-Harz) 0 20 H 22 0,, hellbraunes Pulver, schmilzt bei200° C.; wenig bekannt Guajaksäure (Guajacylsäure); Guajakgelb C 20 H 20 O,, krystalli-nisch, Schmelzpunkt 115° C.; Guajaköl, dickflüssig, hellgelb, von aromatischem Geruch;Vanillin. Der in Alkohol nicht lösliche Theil besteht aus Holz und Bindentheilen,Gummi und einem in Alkalien löslichen Körper. Die Gesammtmenge dieser letzteren Bestand-theile ist bis zu 15.47 Proc. gefunden worden. — Der durch Oxydation entstehende blaueKörper ist leicht zersetzlich, er hat die Zusammensetzung C 20 H 20 O e . Asche 3,0—6,6 Proc.Verfälschung, Das Harz kommt mit Colophonium verfälscht vor. Zu dessenNachweis wird eine fein zerriebene Probe mit der 4—öfachen Menge Petroläther 10—15Minuten gut geschüttelt, abfiltrirt und das Piltrat mit einem gleichen Volumen wässerigerKupferacetatlösung (1 : 1000) geschüttelt; es soll keine Trübung eintreten.
Anwendung. Wirkt diuretisch und in grossen Dosen abführend. Findet An-wendung als schweisstreibendes Mittel bei sekundärer Syphilis, Rheuma, Skrophulose, Gicht.Dosis 0,25—1,0 mehrmals täglich in Pillen, Pulver, Emulsion, Tinktur etc.
Tinctura Guaiaci 1 ) (Austr. U-St.). Tinctura Guajaci Resinae (Ergänzb.).Guajakbarztinktur. Guajaktinktur. 1 ) — Teinture ou Alcoole de resine degayac (Gall.). — Tincture of Guaiac. Ergänzb.: Aus 1 Th. gepulvertem Guajak-harz und 5 Th. Weingeist (87 proc). — Austr.: Durch Digestion ebenso. — U-St.: Aus200 g grob gepulvertem Harz und q. s. 91 proc. Weingeist zu 1000 cem Tinktur. — Gall.:Aus 1 Th. Harz und 5 Th. Weingeist (80 proc). — Es empfiehlt sich, das Harz mit demWeingeist anzureiben und von letzterem etwas zurückzustellen, um damit beim Filtrirenden Filterrückstand auszuwaschen.
Dunkelbraune, angenehm riechende Tinktur, die mit wässerigen Flüssigkeiten Harzabscheidet.
Bei Rheumatismus mehrmals täglich zu 20—60 Tropfen in Wein, häufig mit Tinct.Colchici.
Tinctura Guajaci ainmoniata. Elixir guajacinum volatile. Ammonia-kalische Guajaktinktur. Ammoniated Tincture of Guaiac. Germ. I.: 18 Th.Oraajakharz, 60 Th. Weingeist (87 proc), 30 Th. Ammoniakflüssigkeit (10 proc). Grün-braune Tinktur, die man zu 10—30 Tropfen in schleimigen Mitteln giebt. — Brit.: 75 cem32,5proc Ammoniakflüssigkeit, 800 com Weingeist (90 proc), 200 g gepulvertes Guajakharzstellt man 48 Stunden unter öfterm Schütteln bei Seite, filtrirt, löst 3,1 cem ätherischesMuskatnussöl und 2,1 'cem Oitronenöl und bringt mit q. s. Weingeist auf 1000 cem Flüssig-keit. Dosis 2—3,5 cem. — U-St.: 200 g Guajakharz zieht man 7 Tage mit 800 cem aro-matischem Ammoniakspiritus aus, filtrirt und bringt unter Nachwaschen mit derselbenFlüssigkeit auf 1000 cem Tinktur.
Anatherin-M und wasser.
Anatherine. Kau pour la bouche.
Kp. Tincturac Guajaci (lign.)Tincturae CkinaeTincturac CinnamomiTincturae GalangaeTincturae RatanhiaoTincturae Alkann. aeid.Tincturae Santali rubri ää 50,0Olei Cinnamomi 0,5
Olei Salviae
Olei Origani
Olei Caryophyll.
ää 2,0
Olei Menth, pip.
7,5
Spiritus Aether.
nitros.
10,0
Spiritus (87°/ 0 )
1800,0
Aquae destillat.
830,0.
versteht
') Es ist zu beachten, dass Helv. hierunter die
dem Holz bereitete Tinktur