Guajacum.
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Handelswaare. Seiner grossen Härte wegen und, weil es so schwer zu bearbeiten,bezieht man das Holz geraspelt (Rasura ligni Guajaci, Lignum Guajaci raspatum).Man hat darauf zu achten, dass die Waare nicht allzuviel des hellfarbigen Splints enthält,den man bei genauerem Betrachten an seiner hellen Farbe leicht erkennt. Zur annähern-den quantitativen Bestimmung desselben löst man 5 g trocknes Natriumchlorid in 15 gWasser und schüttelt in dieser Lösung vom spec. Gew. 1,091 etwa 5 g der Droge. DieSpähne des Kernholzes sinken unter, die des Splintes bleiben oben und schwimmen.
Wirkung und Anwendung. Soll den Stoffwechsel befördern, gilt als Diapho-reticum und Sudorificum, speeiell bei Syphilis; man benutzt es selten für sich als Abkochung(1 : 20), meist in Theemischungen. Soll ein Theil des Harzes in die wässerige Ab-kochung übergehen, so ist ein entsprechenderZusatz von Kalium- oder Natriumkarbonat er-forderlich. — Seiner Härte wegen findet dasHolz vielfach zu Drechslerarbeiten — Kegel-kugeln und dergl. — Verwendung.
Extractum Guajaci. ExtractumLigni Guajaci aquosum. Guajakholz-extrakt. Extrait de gayac (Gall.). 1 Th.geraspeltes Guajakholz kocht man zweimal je1 Stunde mit 9 Th. destill. "Wasser, dampft diedurch Absetzenlassen geklärten Seihflüssigkeitenzur Honigkonsistenz ein, mischt etwa 1 j s ihresGewichts Weingeist (80 proe) hinzu und dampftweiter zu einem weichen Extrakt ein.
Man kann dasselbe auch aus grob ge-pulvertem Holz wie Extr. Aurantii corticis(S. 853), wobei etwa 13 Proc. Ausbeute erzieltwird, oder aus fein gepulvertem Holz im Ver-drängungswege bereiten.
Sirupus Guajaci. Sirupus de lignoGuajaci. Sirop de gayac (Gall.). 300,0geraspeltes Guajakholz kocht man zweimal je1 Stunde mit 3000,0 destill. Wasser, dampft dievereinigten Seihflüssigkeiten auf 600,0 ein, fil-trirt, löst 1000,0 Zucker und bringt auf dasspec. Gew. von 1,26. — Ex tempore: 10 Th.Guajakholztinktur. 90 Th. Zuckersirup.
Tinctura Guajaci Ligni (Ergänzb.).Tinctura Guajaci (Helv ). Guajakholz-tinktur. Teinture de gayac (bois) (Gall.).Ergänzb.: Aus 1 Th. fein zerschnittenemGuajakholz und 5 Th. verdünntem Weingeist.Helv.: ebenso, doch mit 94proc. Weingeist.— Gall. : Aus grob gepulvertem Holz mit60proc. Weingeist, ebenso. — Diet. verwendetWeingeist von 90 Proc. — Anwendung: AlsZusatz zu Zahn- und Mundwässern.
2j Das Harz des Kernholzes: Resina Guajaci (Austr. Ergänzb. Helv.). GuajaciResina (Brit. U-St.). Guajacum. Gummi Guajaci. — Guajakhsirz. Franzoscnharz.Heiligharz. — Resine de gayac (Gall.). — Guaiac. Guaiacum resiu.
Darstellung. Das Harz fliesst zuweilen freiwillig odeT nach künstlichen Ein-schnitten aus. Es bildet dann bis 5 cm grosse Körner (Resina Guajaci in granis).Oder man gewinnt es durch Ausschwälen, indem man 1 m lange Ast- und Stammstücke derLänge nach durchbohrt, am Feuer erwärmt und das aus dem Bohrloch ausfliessende Harzauffängt. Grosse, dunkelgrüne oder rothbraune, an der Oberfläche meist grünlich bestäubte,spröde, an den Kanten durchscheinende, glänzende Stücke, die wenig mit Rinden- undHolztheilen verunreinigt sind (Resina Guajaci in massis). Die Hauptsorte des Handels.Durch Lösen in Weingeist und Eindampfender Lösung gewinnt man endlich ein gereinigtesHarz (Resina Guajaci depurata).
Fig. 279. Querschnitt durch lagmim Guajaci.
G Gefässe. M Markstrahlen. H Holzstrahlen.
P Holzparenchym.
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