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1 (1900)
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1183
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Fuligo.

1183

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sind daher die mit Alkohol ans der trocknen Droge bereiteten Präparate unrationell. DieAlge enthält ferner einen Zucker Fucose C 6 H 1S 0 5 , der Bhamnose isomer. Liefert wieverwandte Arten beim Destilliren mit Säuren: Fucusol, ein Gemenge von Furfurolund Methylfurfurol.

Einsammlung. Wird in dünner Schicht ausgebreitet in der Sonne, dann beigelinder Wärme getrocknet. 100 Th. frischer Tang geben etwa 25 Th. trocknen.

Anwendung. Gegen Fettleibigkeit allein in der Form des weingeistigenExtraktes.

Verkohlt liefert er den

Fucus vesiculosus tostus. Aethiops vegctabilis. Tangkohle. See- oderMeereichenpulver. Vegetabilischer Mohr, gegen Skropheln und Kropf gebraucht.

Extraktum Fnei vesiculosi. Blasentangextrakt. Aus grob gepulvertem Tangmittels 45 proc. Weingeist durch Maceration, dann Perkolation und Eindampfen. WeichesExtrakt. Gabe 1—2 g.

Extraktum Fuci vesiculosi fluidum. Flüssiges Blasentangextrakt. Aus1000 g grob gepulvertem Tang mittels 60 proc. Weingeist im Verdrängungswege. Mansammelt zuerst 750 g, erschöpft mit 2 1 Weingeist, dann mit warmem Wasser q. s. zu 3 1,dampft den zweiten Auszug auf etwa 260 g ein und mischt beide. Das Filtrat muss1000 g betragen.

Sirupus Fuci vesiculosi. 25 g des Fluidextraktes mischt man mit 75 g Zuckersirup.

Pilulae antipolysarcicae.Antifat-pills. rillen gegen

Fe t tleibigkei t.

I.

Ep. ExtraCti Fuci vesiculosi 20,0

Extracti Frangulae cort. 5,0

Kalii sulfurici 10,0

Eadicia Althaeae 2,0

Fuci vesiculosi pulv. q. s.

Man formt 200 Pillen und überzieht mit Pillenlack.

Täglich 3, wöchentlich steigend bis i mal 3, dann

wieder auf 3 zurückgehen. Dauer der Kur etwa10 Wochen.

II.

Pilulae antipolysarcicae fortiorcs Sknpker.Rp. Extracti Fuci vesicul. 30,0Kalii sulfurici 10,0

Kalii bromati

Kalii jodati' ää 5.0

Fuci vesiculosi pulv. q. s.Zu 300 Pillen, die mit Lack überzogen werden.Täglich 3, wöchentlich steigend bis 3 mal 3 Stück.

Fuligo.

I. FliligO splendßns. Glanzruss. Man versteht darunter diejenige firnissartige,stark glänzende Decke, welche sich in den mit Holz (nicht mit anderen Brennmaterialien,z. B. Steinkohle) geheizten Feuerungen in der Nähe des Holzfeuers absetzt. In weitererEntfernung des Holzfeuers setzt sich der sog. Flatterruss ab.

Braunschwarze, glänzende, zerbrechliche, nach Bitumen und Rauch riechende,empyreumatische Substanz, welche, von Kalkstückchen und Sand möglichst befreit, alsmittelfeines Pulver zu Veterinärzwecken verwendet wird.

Fuligo splendens depurata. Extractuni Fuliginis. Fuligina. GereinigterGlanzruss. Unter dieser nicht ganz zutreffenden Bezeichnung ist ein Extrakt zu ver-stehen, welches die in Wasser und Alkohol löslichen Antheile des Glanzrusses enthält.

Der zn einem groben Pulver zerstossene Glanzruss wird mit der doppeltenMenge heissem Wasser Übergossen und einen Tag digerirt. Nach dem Erkalten wirdkolirt und der feuchte Bückstand mit einem gleichen Gewicht Weingeist einen Tagdigerirt.

Die zusammengegossenen Kolaturen werden bei gelinder Wärme abgedampft, aufPorccllan- oder Glastafeln ausgebreitet, ausgetrocknet und in ein Pulver verwandelt^welches in gut verstopftem Glase aufzubewahren ist.

Bestandtheile. Der Glanzruss besteht neben Kohlenstoff aus etwa 30 Proc. inWasser löslicher Bestandtheile, die früher als Asbolin und Ulmin bezeichnet wurden.Neuerdings hat man in demselben Brenzkatechin und Homobrenzkatcchin nachgewiesen.Ausserdem sind in demselben natürlich noch vorhanden Essigsäure, Ammoniaksalze, Kresolund ähnliche Phenole.