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1 (1900)
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1092
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1092

Ferrum aceticum.

Trochisci Ferri hydrogenio reducti,

I.Rp. Ferri reducti 10,0

Massae cacaotinae 90,0.Fiaut trochisci 100. Singuli contineant 0,1 gFerri.

II.Rp. Ferri reducti 5,0

Massae cacaotinae 95,0.Fiant trochisci 100. Singuli contineant 0,05 gFerri.

Trochisci martiati Miixet.

Rp. Ferri pulverati 25,0

Seealis cornuti 3,0

Sacchari albi 72,0

Aqiiae destillatae q. s

Fiant trochisci 100.

Morgens und Abends je 5 Pastillen (bei Inconti-nentia urinae infolge von Anämie).

Ferrum aceticum.

I. Ferrum aceticum SiCCUm. Ferrum aceticum lamellatum. TrockenesFerriacetat. Acetate de fer. Peracetate of irou.

Zur Darstellung bedeckt man Glastafeln mit einer etwa 1,5 mm hohen Schichtdes noch zu besprechenden Liquor Ferri subacetici und trocknet diese an einem schattigen,staubfreien Orte bei einer 25° C. nicht übersteigenden Temperatur soweit aus, dass derVerdunstungsrückstand sich von den Glastafeln als spröde Lamellen abstossen lässt. Roth-braunes Pulver oder braunrothe Lamellen, in kaltem Wasser und in Spiritus langsam aberklar und vollständig zu einer brannrothen Flüssigkeit löslich. Durch heisses Wassererfolgt Zersetzung unter Abscheidimg unlöslicher basischer Salze. 1 Th. entspricht = 6 Th.des Liquor Ferri subacetici der Germ.

Aufbewahrung in gut verstopften Glasgefässen, vor Licht geschützt.

II. Liquor Ferri Subacetici (Germ). Ferrum aceticum solutum (Herr.). LiquorFerri Acetatis (Brit. U-St.). Liquor Ferri acetici. Essigsaure Eisenoxydlösung.Ferriacetatlösung.

Darstellung. Die Darstellungsvorschriften der einzelnen Pharmakopoenwechseln stark, infolgedessen fallen auch die Eigenschaften der Präparate nach deneinzelnen Pharmakopoen sehr verschieden aus. Principiell werden die sämmtlichen Prä-parate dadurch dargestellt, dass man aus einem Ferrisalz durch Ammoniak das Ferri-hydroxyd ausfällt, dieses auswäscht, durch Pressen vom Ueberschuss des Wassers befreitund nunmehr in Essigsäure auflöst. Dabei ist folgendes zu beachten: Bei der Fällung istdas Ferrisalz in die Ammomakflüssigkeit zu giessen (nicht umgekehrt), andernfalls gehtdie Zersetzung nicht vollständig zu Ende, es können dem Ferrihydroxyd vielmehr basischeSalze beigemengt bleiben. Die Fällung ist ferner nicht mit koncentrirten, sondern hin-reichend verdünnten Flüssigkeiten auszuführen. Es ist ferner jede Erwärmung thunlichstzu vermeiden, damit nicht wasserärmere und infolgedessen in Essigsäure schwerer lös-liche Eisenhydroxyde auftreten. Es empfiehlt sich deshalb in die Ammoniakflüssigkeiteinige Eisstücke einzutragen. Das Auswaschen des Niederschlages hat an einem kühlen,schattigen Orte mit thunlichster Beschleunigung zu geschehen. Desgleichen soll man dasAuflösen des gehörig abgepressten Ferrihydroxydes in konc. oder verdünnter Essigsäurean einem kühlen Orte in einem geschlossenen Gefässe vor sich gehen lassen. DieLösung ist schliesslich zur Entfernung von Fasern etc. durch einen Bausch Glaswolle zufiltriren.

Brit. 180,0 g Liquor Ferri sulfurici (10,16 Proc. metallisches Eisen enthaltend,spec. Gew. = 1,441) werden mit 1 Liter Wasser verdünnt und in eine Mischung von200,0 g Ammoniakflüssigkeit von 10 Proc. NH, und 1 Liter Wasser eingegossen. Der ge-hörig ausgewaschene und abgepresste Niederschlag wird in 79,5 g Eisessig von 99 Proc.Essigsäuregehalt gelöst und die Flüssigkeit mit Wasser auf 1 Liter oder auf das Gewichtvon 1031,0 g gebracht. Spec. Gewicht = 1,031. Entsprechend einem Gehalt von etwa1,75 Proc. metallischem Eisen. Das Präparat der Brit. enthält auf 1 Atom Fe = 4,1Mol. Essigsäure. Es ist demnach eine Auflösung des neutralen Ferriacetates Fe(CH 3 CO) 3 ,mit einem Ueberschuss freier Essigsäure. Man kann ihm die Formel Fe(CH 3 CO.,) 3 -4- CH 3COH geben.