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1 (1900)
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Eschscholtzia. Euoa'iiium.

das reine Digitalinwirkung hat. Die Zusammensetzung dieses neuen Alkaloids wird an-gegeben als C 38 H 43 NO, oder C. 28 H t3 N0 7 , es liefert mit Säuren eine vielleicht mit der Ery-throphloeinsäure identische Säure und Methylamin.

Als Lieferanten der Rinde werden auch genannt: E. CoiMlingO Baill.. von denSeychellen, E. AdanSOnÜ (?) aus Afrika, E. ChlorOStacliys Hennings aus Australien undE. FordÜ Oliv, aus China.

Eschscholtzia.

Gattung der Papaveraceae Papaveroideae Eschscholtzieae.

EschSCholtzia Califomica ChamiSSO. California Poppy. Von Kalifornienbis Neumexiko, bei uns oft als Gartenpflanze kultivirt.

Beschreibung. Kraut mit feinzertheilten Blättern und langgestielten, gelben,orangefarbigen oder weissen Blüthen. Blüthenhülle und Staubblätter auf einer den Frucht-knoten scheidig umgebenden Ausbreitung der Blüthenachse schwach perigyn eingefügt,Griffel fädig, Frucht eine septicide Kapsel oder auch die Klappen sich von den Placentenlösend.

Bestandtheile. Alkaloide: Protopin C 20 H 17 NO B . Chelerythrin C^H^Nd(vergl.: Chelidonium S. 725). Die Anwesenheit von Morphin in der Pflanze, die behauptetwurde, hat sich nicht bestätigt.

Anwendung und Wirltung. Die Pflanze gilt als schlafmachendes und schmerz-milderndes Mittel, sie soll im Stande sein, besonders in der Kinderpraxis das Opium zu er-setzen, zumal ihr die unangenehmen Nebenwirkungen des letzteren fehlen sollen. Man ver-wendet die ganze Pflanze in Dosen von 210 g, am liebsten als Fluidextrakt (12 ccm),in Pillen oder als Sirup.

Eucainum.

UnterEuca'inen" versteht man Derivate des j'-Oxy-Metkylpiperidins, demnachalso Verbindungen, welche enge Beziehungen zum Tropin und zum Cocain haben. Generellhat man Euca'ine mit Carboxylgruppen und solche ohne Carboxylgruppen zu unter-scheiden. Die ersteren stellen völlige Analoga des Cocains dar.

I. f Alpha-EllCain. Eucain A. Eucainum liyurochloricuui A. Unter denobigen Namen ist das salzsaure Salz des Benzoyl-n-inethyltetramethyl-^-oxypiperidin-carbousäuremethylesters zu verstehen. C 19 H 3 ,Si0 4 . HCl -j- H.,0. Mol. Gew. = 387,5

(D.R.P. 90245).

Darstellung. Die Tetramethyl-y-oxypiperidincarbonsäure wird aus dem Triaceton-amin durch Anlagerung von Cyanwasserstoff und Verseifen des entstan-denen Cyanhydrins dargestellt. Von dieser Karbonsäure gelangt manzu dem Eucain-A, indem man den Hydroxylwasserstoff (mittels Benzoyl-chlorid) durch die Benzoylgruppe und den Carboxyl- und den Imidwasser-Stoff (durch Einwirkung von Jodmethyl) durch Methyl ersetzt. Die soerhaltene freie Base ist in Wasser schwer löslich, aus Alkohol oderAether krystallisirt sie in grossen glasglänzenden Prismen vom Schm.-P.104° C. Sie löst sich leicht in Alkohol, Aether, Chloroform, BenzolDurch Neutralisation der Base mit wässeriger Salzsäure erhält man das

alsEucain-A" oder Alpha-Eucain bezeichnete salzsaure Salz.

Eigenschaften. Das salzsaure Eucain-A krystallisirt aus Wasser in glänzenden,

luftbeständigen Blättchen oder Tafeln, die 1 Mol. Krystallwasser enthalten und in 11 Th.

o

II

A

CH3 >c c< CHs!

CH 3 \ / CH S

HTriacetonamin.