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Cacao.
wässern und Eiltriren im Dampftrichtei kann sich der Säuregehalt auf das Doppelte er-höhen, weshalb man längeres Erhitzen vermeiden soll.
Konstanten: Spec. Gewicht hei 15° C. 0,952—0,981, bei 90° C. 0,892. Schmelz-punkt bei den einzelnen Sorten nicht konstant: 29,5—35,0° C. (Trinidad: 81,5—32,5° G,Caracas: 31,9-34,2° C, Granada: 33,0—33,3° C, Ceylon: 33,0—33,6° C, Guayaquil: 33,6bis 33,0° C). (Die Arzneibücher verlangen: Germ. 31—32° C, Helv. 30—32° C, Austr. 30bis 35° C, TJ-St. 30-33°, Brit. 31,1-83,9°).
Schmelzpunkt der Fettsäuren 50,5° C., Erstarrungspunkt 27,0° C., Erstarrungspunktder Fettsäuren 49,5° C. Refraktometerzahl bei 40° C. = 46,5, bei 50° C. 41,0. Brechungs-index bei 38,5° C. = 1,45327. Jodzahl 27,0—37,5. HEHNEB'sche Zahl 94,89.
Bestandtlieile. Glyceride der Stearin-, Palmitin-, Laurin- und Arachinsäure, fernerAmeisensäure, Essigsäure, Buttersäure und Cholesterin.
Verfälschungen. Die Kakaobutter wird häufig mit Nierenfett (Talg), Wachs,Stearinsäure und Paraffin verlälscht. Besonders geeignet dazu ist aber das Cocos-fett und das Dikafett aus dem Samen der Mangifera gaboneusis und wühl auch dasder Irvingia Barteri. Um einen „schönen" Bruch der Chocolade zu erzielen, ist esvielfach gebräuchlich, derselben bis 4 Proc. Sesamöl zuzusetzen.
Prüfung. 1. Säurezahl: 10 g Ol. Cacao löst man in 40 com Chloroform -j-Alkohol ää und titrirt mit 1 / 10 N. alkoholischer Kalilauge und Phenolphtalei'n. Die ver-brauchten Kubikcentimeter Lauge X 5,6 = Säurezahl (d. h. Milligramm KOH, die 10 gOl. Cacao binden). Grenzzahlen 7,8—25,20.
2. Verseifungszalil heiss und kalt. Grenzzahlen, heisa: 195,07—207,67; kalt:189,83—198,33.
a) 3 g werden in einem Kolben mit 40 cem 1 / 2 NT. alkoholischer Kalilauge auf demSandbade 1 Stunde im Sieden erhalten; den verdunsteten Alkohol ersetzt man erst, wennder Inhalt des Kölbchens noch etwa 10 cem beträgt. Dann bringt man auf das ursprüng-liche Volumen und titrirt mit 1 /„ N. Schwefelsäure zurück. Die gebundenen Kubikcenti-meter KOH X 28 = Verseifungszahl.
b) 3 g werden in 25 cem Petrolbenzin gelöst, dann 25 cem N. alkohol. Kalilaugezugegeben und über Nacht stehen gelassen, dann titrirt man mit 1 / 2 N. Salzsäure zurück.
3. Aetherprobe: 3g Ol. Cacao werden mit 6g Aether Übergossen, das Reagens-glas mit einem Kork verschlossen und bei 18° C. durch Schütteln in Lösung gebracht. Dieklare Lösung stellt man in "Wasser von 0° G, wenn sie sich dann nach 10—15 Minuten trübtund bei 19—20° C. wieder klar wird, so ist das Fett rein. — Mit Wachs verfälschtes Ol.Cacao giebt von vornherein eine trübe Lösung. Mit Rindstalg verfälscht beginnt die Trü-bung früher (7—8 Minuten) und die neue Klärung tritt erst bei 22—25° C. ein. — Dika-fett wird durch diese Proben nicht angezeigt.
c) Anilinprobe: 1 g Ol. Cacao wird mit 2—8 g Anilin bis zur Lösung erwärmtund bleibt bei 15° C. eine Stunde stehen. Reines Oel schwimmt als klare Schicht auf demAnilin und erstarrt erst nach Stunden. Ist das Oel verfälscht mit Talg und Stearin-säure oder wenig Paraffin, so setzen sich körnige oder schollige Partikel ab in derOelscbicbt. Ist Wachs oder viel Paraffin vorhanden, so erstarrt die Fettschicht, beiGegenwart von viel Stearin erstarrt das Ganze zu einer kristallinischen Masse.
d) Sesamöl (vergl. oben) weist man nach, indem man 2 g mit einem Gemisch von1 cem Salzsäure (spec. Gew. 1,18) und 0,05—1,0 g Rohrzucker gelinde erwärmt. ReinesKakaoöl wird gelb bis braun, bei Gegenwart von Sesamöl ist die Färbung mehr oderweniger roth.
e) Nach den bisherigen Erfahrungen ist Dikafett kaum nachzuweisen: sein Schmelz-punkt ist 29—31° C, die Jodzahl 30,9—31,3. Die Säurezahl wird auf 17,3—19,6 an-gegeben.
Aufbewahrimg. Vor Licht geschützt an einem kühlen Orte. Das Oelfüllt man am besten flüssig in trockene, nicht zu grosse, gelbe Arzneigläser. Die Handels-waare erhält man gewöhnlich in Tafeln, die mit Stanniol umhüllt sind. Für Receptur-zwecke ist die Form der Fäden oder des groben Pulvers, das man sich mittels eines Reib-eisens darstellt, am zweckmässigsten, doch hält man davon nur einen massigen Vorrath,da das Oel, mit der Luft in Berührung, bald missfarbig wird.
Anwendung. Innerlich sehr selten als Emulsion, die in einem erwärmten Mörsermit warmem Wasser zu bereiten ist, öfter als Grundlage für Pillenmassen mit Metallsalzen: