■■■
Cacao.
5^5
genen Platinschale zur Trockne verdampft, gewogen, eingeäschert und wieder gewogen,^esainmtrückstand minus Asche ist Theobromin -f- Coffein.
Zur Bestimmung des Coffeins behandelt man eine zweite Probe in derselben "Weise.Wa gt, äschert aber den gewogenen Rückstand des Chloroformauszuges nicht ein, sondern^xtrahirt ihn mit Benzol, worin sich Coffein löst, während Theobromin so gut wie un-Löslich ist.
d) Zucker (nach Koe?<iü-). Die Kakaomasse oder Chokolade wird am besten erstim Soxhlet mit Aether extrahirt, dann ein neues Kölbchen vorgelegt und der Zucker mitAlkohol ausgezogen. In der alkoholischen Lösung wird dann der Zucker bestimmt,indem man die Lösung mit Bleiessig, bezw. Thonerdehydrat oder Alaun klärt und dannPolarisirt (cf. Saccharum). Oder man verdampft den Alkohol, stellt das Gewicht des Rück-standes fest, löst in Wasser, filtrirt und verdünnt so, dass man keinen höheren Gehalt als
/roc. annehmen kann: ein aliquoter Theil wird durch halbstündiges Erwärmen mit Salz-saure im kochenden Wasserbade invertirt, mitütrirter Natronlauge genau neutralisirt und mit*eulik&' scher Lösung der Zuckergehalt bestimmti c 'f- Saccharum).
e) Stärke und Mehlzusatz (nach Koe-SI pJ- 5 g der Substanz werden im Soxhlet erstjnit Aether und dann mit Alkohol extrahirt, dannbringt man den fett- und zuckerfreien Rückstandnach dem Trocknen in eine starkwandige Glas-oüchse oder einen bedeckten Zinnbecher von150—200 ccm, mit 100 ccm Wasser gemengt inj;»ienSoxhlet'schenDampftopf(Fig. 127)und erhitzt
.4 Stunden bei 3 Atm. Druck. — In Ermangelungeines Dampftopfes kann man auch ein Reischaüek-ijlNTNER'sches Druckfläsehchen benutzen, das man".Stunden auf 108—119° C. im Glycerinbade er-hitzt. — Der Inhalt des Fläschchens oder BechersWird noch heiss durch einen mit Asbest gefüll-ten Trichter filtrirt und mit siedendem Wasser^gewaschen. Der Rückstand darf mit Jod keine^'aufärbung mehr geben. Das Filtrat wird auf-y0 ccm ergänzt und mit 200 cm Salzsäure (spec.I e w\ 1,125) drei Stunden am Rückflusskühler imkochenden Wasserbade erhitzt. — Dann wirdra sch abgekühlt und mit Natronlauge bis zur nuruocli^ schwach sauren Reaktion neutralisirt undauf 500 ccm aufgefüllt. Die in der Lösung be-findliche Dextrose wird mit FEiiLixa'scher Lö-SUn g nach Allihn (cf. Saccharum) bestimmt. Diegefundene Menge Kupfer x 0,9 ergiebt diektärkernenge.
, f) Der Nachweis von Kakaoschalen
'Mm durch die Bestimmung der Rohfaser unter-stützt werden, da die entschälten Samen davon2i? Proc, die Schalen 15—16 Proc. enthalten.
, le Entscheidung kann aber nur der mikrosko-pische Nachweis bringen.
Die Kakaoschalen. Kakaothee. Testae Cacao. Cortex Cacao tostus
dachen 12,3—20,1 Proe. (Mittel 15 Proc.) der Samen aus und bilden eiu schwer verwertk-bares Nebenprodukt, das aber, da es auch Theobromin enthält, als Genussmittel nicht ganzWe »hlos ist. Bestandtheile cf. S. 523.
Verwendung. Die Verwendung bietet Schwierigkeiten. Hier und da benutztm an sie als billigen Kaffee- oder Theeersatz, wozu sie sich ihres Theobromingehaltes wegensehr wohl eignen, oder überzieht sie als Naschmittel mit Zucker. Anderwärts verwendetm an sie als Futtermittel, als Düngemittel oder macht Briquettes daraus.
. Pasta Cacao (Ergänzb.). Massa Cacao. Pasta cacaotina. Kakaomasse. Choko-
' l *t_eniu asse . Pate de Cacao. Cacao-paste. Die aus den Samen gewonnene Masse (cf.~- °2'2) ko mm t gewöhnlich in dicken Tafeln in den Handel, ist ein beliebtes, stärkendes«enuss- und Nahrungsmittel und eignet sich vorzüglich zur Herstellung medicinischer-stehen, Pastillen und Chokoladen. Zu diesem Zwecke erweicht man sie im Wasserbade.
Fig. 127.Soxhlet' scher Dampf topf.