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1 (1900)
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ßalsamum Copaivae.

zurück. Die verbrauchten Kubikcentimeter Lauge X 28 = Verseifungszahl. Grenzzahlen8090 für Maracaibo, 3060 für Para.

Die Esterzahl ermittelt man durch Subtraktion der Säurezahl von der Verseifungs-zaM. Grenzzahlen S6 für Maracaibo, 2 8 für Para. Ein möglichst zuverlässiger,garantirt reiner Maracaibobalsam hielt sämmtliche Proben aus mit Ausnahme von 7,Modification der Germ. Das Gemisch hatte nach 24 Stunden Terpentinkonsistenz angenommen.8, Modiflcation der Helv. 9, wenn man wie bei 8 das ätherische Oel verwendet. Ver-seifungszahl 92,86.

Afrikanischer Copaivabalsam von unbekannter Herkunft ist dunkelrothbraun undfluorescirend, er neigt sehr zur Krystallbildung. Ein Tropfen auf dem Objektträger ver-dampft zeigt reichlich kurze, dicke Krystalle, die von den schlankeren des Gurjunbalsanisdeutlich verschieden sind. Er giebt die Reaktion mit Schwefelsäure und Salpetersäure(Nr. 8) sehr deutlich.

Aufbewahrung. Im Keller in dicht verschlossenen Gefässen aus Blech oder ausgelbem Glase, deren Hals nach jedesmaligem Abfüllen sorgfältig ausgewischt werden muss,um das Pestkleben der Stopfen und Herabfliessen des Balsams zu verhüten. Pur das Stand-gefäss in der Officin wählt man einen gerillten Stopfen oder einen Tropfensammler nebstGlaskappe.

Anwendung, Innerlich und äusserlich in Form von Injektionen, Klystieren undSnppositorien bei Tripper, ferner bei Cystitis und auch wohl bei Lungenblennorrhöen.

Injektion: 2,0 Balsam, 1,0 Natr. carb. und 200,0 Aq. destill. Clysma: 510,0 Bal-sam mit Eigelb emulgirt auf 200,0 g Flüssigkeit.

Suppositorien. Bals. Copaivae, Ol. Cacao, Oerae ää.

Innerlich am besten in Gallertkapseln. Diese kommen 1) als Perlae gelatinosaemit einem Gehalte von 0,25 g, 2) als Oapsulae gelatinosae durae mit 0,3, 0,5 und 0,6 gund 3) als Capsulae elasticae mit 0,6, 1,0, 2,0 und 3,0 g Inhalt in den Handel; sehrgebräuchlich ist auch die Füllung mit Copaivabalsam und Kubeben- oder Matikoextrakt ää.Die Capsules gelatineuses au Copahu von Mothes enthalten jede 0,5 g Balsam.

Die Füllung dieser Kapseln ist stets zu untersuchen, da der dazu verwendete Balsambesonders häufig verfälscht wird.

Zur Darstellung von Pillen schmilzt man 2 Th. Balsam und 1 Th. Wachs zu-sammen oder setzt auf 10 Th. Balsam 1 Th. Magnesia usta hinzu, welche Mischung nacheinigen Tagen (beim Erwärmen im Wasserbade schneller) erstarrt.

Zur Herstellung eines pulverförmigen Balsams pulvert man 150,0 g Copaivaharz(vgl. unten), schmilzt mit 200,0 g Balsam zusammen und giebt 100,0 g Magnesia ustahinzu. Aeusserlich wird der Balsam bisweilen gegen Krätze verordnet. In der Technikbenutzt man ihn als Zusatz zu Lacken und Firnissen, damit diese nicht rissig trocknen;ferner in der Oelmalerei und zur Herstellung durchscheinender Papiere (Pauspapier).

Beim Gebrauch von Bals. Copaivae giebt der Urin mit Salpetersäure einen harzigenNiederschlag, der sich beim Kochen und in Alkohol löst, also nicht aus Eiweiss besteht.

Resina Copaivae. Balsamum Copaivae siecum s. inspissatum. Bals. Parisiense. Aci-dum copaivicum. Resin of Copaiba (U. St.). Durch Eindampfen des Balsams im Dampf-bade zu erhalten.

Anwendung: Mit Kakaobutter ää zu Stuhlzäpfchen (Husemann).

Aqua Balsanii Copaivae. Copaivabalsam 30 Tropf, schüttelt man mit warmem,destillirten Wasser 1 1, lässt einige Tage stehen und filtrirt.

Balsamum Copaivae ceratum. Copaivabalsam 2 Th. mischt man mit filtrirtemgelben Wachs 1 Th., welches bei gelinder Wärme geschmolzen ist. Dient zur Bereitungvon Pillenmassen.

Balsamum Copaivae gelatinosum van de Walle. Copahu gelatiniforme. Copaivabalsam 125 Th., Zuckerpulver, Roher Honig je 62,5 Th., Wasser 12 Th. werdenim Dampfbade gemischt, mit Karmin q. s. (0,1) gefärbt und nach dem Erkalten Pfeffer-minzöl 1,25 Th. zugefügt.

Massa Baisami Copaivae. Massa Copaibae. Mass of Copaiba. Solidified Co-paiba (Ph. U-St.). Gebrannte Magnesia 6 g, mit wenig Wasser angerieben, erwärmt manmit Copaivabalsam 94 g unter öfterem Umrühren im Wasserbade x / 2 Stunde lang und setztdann bei Seite, bis die Masse Pillenkonsistenz angenommen hat. Man hält dieselbe nurfür kürzere Zeit vorräthig. Haltbarer ist folgende Mischung (nach Dankecy): Copaiva-balsam 20 Th., Gelbes Wachs 2 Th., Gebrannte Magnesia 1 Th.

Massa Pilularum Baisami Copaivae (Diet.). Copaivabalsam 10 Th., Glycerin 3 Th.,verreibt man mit Zuckerpulver 10 Th., fügt dann Gebrannte Magnesia 10 Th., Süssholz-