Balsamum Copaivae.
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Prüfung und Verfälschungen. Die vorgeschlagenen Methoden zur Prüfunghaben sämintlieh Widerspruch erfahren. Einmal mag der Balsam bei der Verschiedenheitder ihn liefernden Pflanzen wirklich von etwas verschiedener Zusammensetzung sein, dannaber wird er auch schon im Produktionslande offenbar stark verfälscht, da solcher Balsam™r Zwecke der Technik immer noch verwendbar sein kann. Man verfälscht ihn mitCouiferenharzen (Colophonium), Harzöl, Terpenthinöl, fetten Oelen und"Urjunbalsam, vielleicht auch Paraffinö'l. Für die Prüfung kommen zunächst dieunter Beschreibung angegebenen Momente in Betracht. Ferner ist Folgendes zubeachten:
1) Ist der Abdampfrückstand klebrig oder weich, so lässt das auf einen Zusatz fetter\>ele und Harze schliessen. — 2) Lässt er reichlich Krystalle erkennen, so ist wahrschein-lich Gurjunbalsam zugesezt. Es ist nothwendig, den auf dem Objektträger zu ver-dampfenden Tropfen sorgfältig vor Staub zu schützen und den Rückstand mit dem"clarisationsmikroskop zu untersuchen. Es ist darauf zu achten, ob beim Erhitzen Ge-'uch nach Terpentinöl etc. auftritt. 3) Ebenfalls liegt wahrscheinlich eine Ver-wischung mit Gurjunbalsam vor, wenn der Balsam stark fluorescirt, wobei aber! l0 °h einmal darauf aufmerksam gemacht sei, dass auch sonst unverdächtiger Balsamgeringem Maasse fluoresciren kann. 4) 20 — 40 Tropfen werden mit 1 — 2 cem
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Dieund5) 1
Mi-Ab-Vol.
proc. alkoholischer Natronlauge Übergossen und einige Male aufgekocht.schung darf weder beim Abkühlen noch nach Zusatz von 2 Vol. Aether.ühlung auf 0° C. gallertige Ausscheidungen geben. Andernfalls fettes Oel.alsam muss mit 3 Vol. 90 proc. Alkohol eine Mischung geben, die auch nach 1 Stunde
ei ne Oeltröpfchen abscheidet. Andernfalls fettes Oel, ausser Bicinusöl. 6) 1 Th. Balsam'Werde mit 5 Th. Wasser von 50° O. geschüttelt, die Mischung trenne sich nach dem Er-barmen im Wasserbade in zwei scharf geschiedene, nicht zu trübe Schichten. Gurjun-
atsam giebt eine Emulsion, Terpentinöl, Harzöl und Sassafrasöl geben stark trübe Schichten.
) 5 g Balsam und 50 g Liq. Ammon. caust. werden kräftig durchgeschüttelt. Es soll
ine dünnflüssige, milchige, nur trübe Flüssigkeit entstehen. Stellt man das Gemisch
* Stunden kalt, so soll es nicht ganz oder theilweise gelatiniren oder schleimig werden.
pH Kolophonium anzeigen. Dieser Methode ist vorgeworfen worden, dass es Kolopho-nium (amerikanisches) giebt, welches zu 20—80 Proc. dem Balsam zugefügt, kein Gelati-niren hervorruft, andrerseits sollen Balsame existiren, die beim Zusatz von 30 Proc. Kolo-Pnoniurrt noch keine Aenderung ihres Verhaltens gegen Liq. Ammon. caust. zeigen. Germ.55"reibt vor, die Probe nicht mit dem Balsam selbst, sondern mit dem von Oel befreitemarz (1 : 5 NH 3 ) anzustellen, wogegen dieselben Einwände erhoben worden sind. Die fol-genden Farbenreaktionen bezwecken den Nachweis von Gurjunbalsam: 8) 1 Th. Balsam wirdJQit 20 Th. Schwefelkohlenstoff verdünnt und mit einigen Tropfen eines abgekühlten, frischbereiteten Gemisches von Schwefelsäure und Salpetersäure geschüttelt. Es soll sich keiner °the oder violette Farbe einstellen. Helv. verschärft diese Probe, indem sie sie mit denMittleren und letzten Fraktionen des abdestillirten Oeles anstellen lässt. 9) Einer Mischungv °n 4 ecm Aether aceticus und 2 Tropfen Acid. sulfuric. werden 6—8 Tropfen Balsamzu gefügt und geschüttelt, die Mischung darf innerhalb 15 Minuten nicht roth oder violettWerden. Setzt man dann eine kleine Menge Wasser hinzu, so soll kein rother Bodensatze Mstehen. 10) 1 Vol. Balsam, 3 Vol. Alkohol (95 proc), 1 g Zinnchlorür werden bisz ur Lösung des letzteren gekocht. Es darf beim Kochen und nach V 2 Stunde keine rosa0ll er rothviolette Färbung eintreten, tl) 4 Tropfen Balsam, gemischt mit _ 14 g Eisessig
n d 4 Tropfen Salpetersäure sollen nicht röthlich oder purpurn werden. (Brit.),. Wie schon angedeutet, dürfte niemals der Ausfall einer einzigen Reaktion berech-
nen, ein Urtheil über einen Balsam abzugeben. Bezüglich des speeifischen Gewichtes^ noch zu bemerken, dass die untere Grenze der Germ, und Helv. für einen dickflüssigen^taracaibobalsam wohl zu aeeeptiren ist, dass indessen die obere Grenze anscheinend nochetwas hinaufgerückt werden kann bis etwa 0,996.
Wichtig sind weiter folgende quantitative Bestimmungen.
Bestimmung der Säurezahl (Dieterich): Man löst 1 g Balsam in 200 com ab-solutem Alkohol und titrirt mit 1 j 2 N. alkoholischer Natronlauge unter Verwendung von"henolphtalein. Die verbrauchten Kubikcentimeter Lauge x 28 = Säurezahl. Grenzzahlen7o —85 für Maracaibo. 40—60 für Para.
Bestimmung der Verseifungszahl: 1 g Balsam übergiesst man in einer Glas-stöpselflasche von 1 1 mit 20 cem 1 / 2 N. alkoholischer Kalilauge und 50 com Benzin (spec.öew. bei 15° C. = 0,70), lässt 24 Stunden wohlverschlossen bei Zimmertemperatur stehenu nd titrirt nach Verdünnen mit Alkohol mit Va N. Schwefelsäure und Phenolphthalein