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1 (1900)
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399
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SSE

Arsenum.

399

Solutio Douovun(von Herba abgeändert).'

lip.

Acidi arsenicosi 1,25

Hydrargyri depurati 3,25

Jodi 2,5.

Mit etwas Spiritus feinreiben, dann schütteln mit

Acidi hydrojodici (10 °/ 0 ) 10,0

Aquae dcstillatae 570,0

f iat solutio. Dosis : 4 Tropien, täglich um 2 Tropfensteigend bis zu 80 Tropfen, dann wird in gleichemMaasse die Dosis vermindert und auf 4 Tropfenzurückgegangen.

Potus Donovan

(nach Botjchardat).Rp. Solutionis Donovan 5,0Aquae destillatae 100,0Sirupi Zingiberis 20,0.Täglich drei bis vier Esslöffel.

V. ff Stibilim arseniciCUin. Arseniate d'autimoine. Antimonarseniat (4Sb. 2 0 3 H-

ASo0 6 ), ein weisses, in Wasser und Weingeist unlösliches Pulver.

He reitung. 10,0 Brechweinstein werden in 80,0 kochend heissem Wasser ge-löst und mit einer Lösung der Arsensäure in destillirtem Wasser allmählich versetzt,solange dadurch ein Niederschlag entsteht. Dann erhitzt man das Ganze his zum Auf-kochen, bringt den Niederschlag auf ein genässtes Filter und wäscht hier solange mitWasser aus, his das Abtropfende durch ammoniakalische Magnesiumsalzlösung nicht mehrgetrübt wird. Dann wird der Niederschlag in gelinder Wärme getrocknet. Ausbeute ca.';5 (Hager). Nach Chapsal soll man Antimonchloridlösung mit einer koncentrirten Natrium-arseniatlösung fällen etc.

Aufbewahrung. Unter den direkten Giften.

Anwendung. Das Antimonarseniat ist hei Neurosen und Hautkrankheiten, be-sonders aber bei Herzkrankheiten, auch bei Asthma und Lungenemphysem warm empfohlenforden. Dosis 0,0010,0020,003 zwei-bis dreimal des Tages. Höchstgaben: pro dosi= 0,003 g, pro die 0,01 g. Bei heftigen Anfällen steigt man selbst bis zu einer Gesammt-dosis von 0,02 g. Alkalische Speisen und Getränke müssen während des Gebrauchs ge-mieden werden.

Granules antimoniaux De Papillaud sind kandirte 0,1 schwere Pillen oder Gra-nüle (1 Flacon mit 100 Granülen kostet 5 Francs), welche nach Doevault Antimonjodürzur Basis haben, aber nach Blasep. aus Antimonarseniat 0,0005, Tragant 0,01 und rothgefärbtemMucker 0,04 auf eine Granüle zusammengesetzt sind.

VI. ff Arsenium SUlfuratum Citrinum. Arsenium flavuin seu citrinum. Auri-Pigmentum. Opernient. Ranscngelb. Gelbes Schwefelarsen. Arsentrisnlfid. Sul-ftire jaune d'arsenic (Gall). ¥ellow arsenic. As, 2 S 3 . Mol. Gew. = 246.

Man hat von dieser Verbindung drei verschiedene Sorten zu unterscheiden: 1) dasnatürlich (in Persien und Japan) vorkommende Auripigment, welches frei von arsenigerSäure und daher ungiftig ist. 2) Das künstlich dargestellte Auripigment des Handels,weiches durch Zusammenschmelzen von 6 Th. metallischem Arsen mit 4 Th. Schwefel oderSublimation von 4 Th. Arsenigsäureanhydrid mit 3 Th. Schwefel erhalten wird und bis-weilen erhebliche Mengen von Arsenigsäureanhydrid enthält, daher von sehr wechselnderGiftigkeit ist. 3) Das medicinale Auripigment, dessen Darstellung hier angegeben ist.

Darstellung. Man löst 100 Th. Arsenigsäureanhydrid in einer Mischung von3 00 Th. Salzsäure (1,17 spec. Gew.) und 900 Th. Wasser, sättigt die Lösung mit Schwefel-wasserstoff und lässt die Flüssigkeit in verkorkter Flasche einen Tag hindurch stehen.Nach dieser Zeit muss sie noch deutlich nach Schwefelwasserstoff riechen, andernfalls wäredas Einleiten von Schwefelwasserstoff zu wiederholen. Man filtrirt ab, wäscht den Nieder-schlag mit kaltem Wasser aus, bis das ablaufende Wasser nicht mehr sauer reagirt, sowiebeim Verdampfen auf Platinblech keinen Bückstand mehr hinterlässt und trocknet aufPorösen Unterlagen bei 6070° C.

Ein zartes, gelbes, amorphes Pulver, unlöslich in Wasser und in Salzsäure, löslichia ätzenden und in kohlensauren Alkalien, auch in Schwefelalkalien. An der Luft erhitzt,"verbrennt es zu Schwefeldioxyd und zu Arsenigsäureanhydrid. Zieht man es mit siedendemWasser aus, so darf das mit Salzsäure angesäuerte Filtrat durch Schwefelwasserstoffwasserweder gelb gefärbt noch gelb gefällt werden.

tt Auripiginentnm teclinicniu. Bildet entweder gelbe bezw. orangogelbe glän-zende, speeifisch schwere, feste Stücke mit muschligem Bruch bezw. von blättriger Struktur,