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1 (1900)
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Arsenum.

ff Ammonium arseniCICUm. Arsenias ammonieus. Ammonarseniat. Arsen-saures Amnion. AsO t (NH 4 ) 3 . Mol. Gew. = 193. Man stellt dieses Salz dadurch her, dass mankonc. Arsensäurelösung mit doppeltem Salmiakgeist übersättigt, mit einem gleichen VolumWeingeist vermischt und das abgeschiedene Salz mehrere Tage hindurch an der Luftohne Wärmeanwendung trocken werden lässt. Es bildet ein weisses, in Wasser leichtlösliches Salzpulver, welches in einem gut verschlossenen Glasgefässe in der Beihe derdirekten Gifte aufzubewahren ist. Maximaldosis 0,008, maximale Gesammtdosis auf denTag 0,02 g. Man hat es bei verschiedenen Hautleiden empfohlen. Sehr vorsichtigaufzubewahren.

Liquor arseuicalis Biett.

Kp. Arnmonii arsenicici 0,2Aqnae destillatae 100,0.Täglich 23 mal 1015 Tropfen.

Solutio arsenicalis Bazin.

lip. Ammoiiii arsenicici 0,05Aqnac destillatae 300,0.Morgens und Abends einen Esslöffei, bis zu 4 Ess-löt'fel steigend. Bei Ekzema herpeticum.

ff Chininum arsenicicum. Arsensaures Chinin. Arseniate de Quiniue.2 [C 20 H 24 S 2 0 2 ]. H 3 As0 4 -)-8 H. 2 0. Mol. Gew. = 934. Zur Darstellung löst man einerseits 8Th.Chininchlorhydrat in 200 Th. Wasser, andererseits 3,1 Th. Natriuniarseniat (AsO^Na^H -(-7H 2 0) in 100 Th. Wasser und vermischt beide Lösungen. Der entstandene Niederschlagwird abgesaugt und aus siedendem Wasser umkrystallisirt. Farblose, an warmer Luftverwitternde Prismen, in kaltem Wasser schwer, leicht in heissem Wasser löslich.Die wässerige Lösung giebt mit Silbernitrat rothbraunen, nach dem Versetzen mit Salz-säure und Erwärmen auf 80° C. mit Schwefelwasserstoff einen gelben Niederschlag. Inder Lösung des Salzes in Chlorwasser erzeugt Ammoniakflüssigkeit Grünfärbung (Thal-leiochin-Beaktion). Das Salz enthält 12,3 Proc. Arsensätire-Anhydrid As 2 0 5 . Höchstgaben:pro dosi 0,02 g, pro die 0,05 g. Sehr vorsichtig aufzubewahren.

ff Kalium arsenicicum. Arsenias kalicus. Kaliumarseniat. Sal arsenicale

55,5 Arsenigsäure As 2 0 3 entsprechen.

Bereitung. Gleiche Theile höchstfein gepulverte Arsenigsäure und trocknet- ge-pulverter Kalisalpeter werden in einem Hessischen Tiegel so lange erhitzt, als Dämpfedaraus hervortreten (eine dunkle Bothgluth ist nicht zu überschreiten). Die erkalteteSchmelze wird in kochendem Wasser gelöst, die Lösung, wenn sie nicht sauer reagirensollte, mit Essigsäure sauer gemacht und dann zur Krystallisation gebracht, die letzteMutterlauge aber verworfen.

Eigenschaften. Ein farbloses, in vierseitigen Prismen krystallisirendes, an derLuft beständiges, in Wasser leicht lösliches Salz, dessen Lösung Lackmus röthet. Es istsehr giftig und mit denselben Cautclen zu bewahren wie die Arsenigsäure.

Aufbewahrung. Unter den direkten Giften. Man giebt es in Einzelgaben von0,0030,0050,006. Höchstgaben: pro dosi 0,007 g, pro die 0,02 g.

ff Fliegenpapier. Löschpapier, welches roth gefärbt und mit entsprechendem Auf-druck versehen ist, wird mit folgender Lösung getränkt: Kalii arsenicici 2,5 g, Sacchari 10,0,Aquae 100,0, Ananasäther gtt. 5.

Man beachte, dass dieses Papier nur gegen Giftschein abgegeben werden darf.

Kuhkoth-Salz. Als Ersatz der Kuhkoth-Bäder zum Befestigen von Beizen auf Ge-weben in der Färberei dient das oben beschriebene Kaliumarseniat.

ff Natrum arsenicicum. (Helv.). Natriumarseniat. Arseniate de soude(Gall.). Sodii Arsenas (Brit.). AsHNa 2 0.j -f- 7 H 2 0. Mol. Gew. = 312. Es enthält 36,85Proc. Arsensäure As, 2 0 5 .

JBereitung. Trocknes gepulvertes Natriumnitrat 100,0 und fein gepulverte Arsenig-säure 116,0 werden gut gemischt in einem Hessischen Tiegel so lange erhitzt, als Dämpfedaraus hervorgehen, eine dunkle Bothgluth ist jedoch nicht zu überschreiten. Die erkalteteSchmelze wird in ihrer 8fachen Menge heissem destillirten Wasser gelöst, die Lösung miteiner Lösung von circa 150,0 krystallisirtem Natriumkarbonat bis zur alkalischen Beaktionversetzt und bei 18 bis 25° C. zur Krystallisation gebracht, die letzte Mutterlauge aber