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Acidum benzoicum.
digeni Geruch und aromatischem, stark kratzendem Geschmack. Wegen des Gehaltes anätherischem Oel schmilzt das Präparat schon unter siedendem Wasser.
Prüfung. 1) Sie schmilzt auf dem Platinbleche unter Ausstossung stechendriechender Dämpfe und verbrennt, ohne einen Bückstand zu hinterlassen. (Ein solcherwürde bestehen aus unorganischer Verunreinigung, z. B. Borsäure.) Starke Verkohlungbeim Erhitzen weist auf Zucker oder Weinsäure hin. — 2) In 10 Th. Chloroform sei sieloslich. Ein Eückstand könnte aus Oxalsäure, Weinsäure, Zucker, Borsäure be-stehen. — 3) Man erwärmt 0,25 g Benzoesäure mit 2,5 com Wasser und 0,25 g Kalium-permanganat durch Einstellen in heisses Wasser 10—15 Minuten lang. Es darf der Ge-ruch nach Bittermandelöl nicht auftreten, andernfalls ist Zimmtsäure zugegen. — 4) Diekalt gesättigte wässerige Lösung werde durch Eisenchlorid nicht violett gefärbt (Salicyl-säure). — 5) Ob die Benzoesäure lediglich aus Harz dargestellt wurde, lässt sich nichtzweifellos feststellen. Kennzeichen für ein solches gutes Präparat sind: a) In Ammoniaklöst sie sich unter Trübung und gelblicher bis bräunlicher Färbung auf. b) Schüttelt man0,1 g Benzoesäure mit 2 ccm verdünnter Schwefelsäure an und fügt 5 com Kalium-permanganatlösung (1 :1000) hinzu, so muss die Flüssigkeit nach 8 Stunden entfärbt sein,c) Man übergiesst 1 g Benzoesäure mit 50 ccm Wasser und 1 ccm Normalkalilauge undlässt unter öfterem Umschütteln 15 Minuten stehen. Im Filtrat entsteht auf Zusatz einesTropfens Ferrichloridlösung ein rosafarbiger Niederschlag, auch die über diesem stehendeFlüssigkeit ist in der Begel roth gefärbt.
Aufbewahrung. Bezüglich der reinen Sorten (I —lila) ist nichts zu bemerken:die aus Harz sublimirte Benzoesäure Illb werde vor Licht und ammoniakalischerLuft geschützt in gut geschlossenen Gefässen aufbewahrt.
Analyse. Man erkennt die Benzoesäure an ihren physikalischen Eigenschaften undan folgenden Reaktionen: 1) Beim Glühen mit Aetzkalk liefert sie Benzol C 6 H 6 , welchesdurch Überführen in Nitrobenzol gekennzeichnet werden kann. 2) Die wässerige Lösunggiebt mit neutralem Ferrichlorid einen bräunlichen Niederschlag von Ferribenzoat. DurchSalzsäure wird dieser unter Abscheidung freier Benzoesäure gespalten.
Aus der wässerigen Lösung kann man die freie Benzoesäure durch Chloroform aus-schütteln. Nach dem Verdunsten des Lösungsmittels kann die Menge der Benzoesäuredurch Titriren mit Normal-Kalilauge und Phenolphthalein als Indikator bestimmt werden.1 ccm Normal-Kalilauge = 0,122 g Benzoesäure.
Anwendung. Wirkt gährungs- und fäulnisswidrig (bakterientödtend), auch tem-peraturherabsetzend. Aeusserlich wird meist Toluol-Benzoesäure verwendet und zwar inder Wundbehandlung wie Karbolsäure und Salicylsäure in lproc. alkoholisch-wässerigerLösung, ferner in Salben 1 -.10 — 20, in Form von Verbandstoffen. Innerlich. Alserregendes oder expektorirendes Mittel zu 0,1—0,5 g in Pulvern oder subkutanen Injek-tionen. Die Ausscheidung der Benzoesäure erfolgt durch den Urin als Hippursäure.
Die Toluol-Benzoesäure wird ähnlich wie die Salicylsäure wegen des schwierigerenNachweises zur Konservirung von Nahrungsmitteln etc. (Bier 0,05 — 0,1 : 1000, süsse Früchte0,5 :1000,0) verwendet, doch ist die Verwendung z. B. in Frankreich untersagt.
Liquor injectorius excitans — Rohde.Acidi benzoici
Camphorae ää 1,0
Spiritus 10,0
Zur subkutanen Injektion.
Liniinentum antipsoricum.
Acidi benzoici 3,0
Benzoli 57,0
Spiritus absoluti 35,0
Glyeerini 5,0
Zweimal täglich auf die Krätze - Pusteln aufzu-pinseln. Cave: Feuersgefahr!
Mixtura lithontriptica
-- Urb,
Acidi benzoici
2,0
Natrii bicarbonici
5,0
Natrü phosphorici
10,0
Aquae Cinnamomi
200,0
Tincturae Hyoscyami
10,0
eimal täglich einen Esslöffel bei Lithiasis.
Harngries,
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