Acidum benzoicum.
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reinigt sie durch Auflösen in Ammoniak und Fällen mit Salzsäure. Schliesslich krystalli-sirt man sie aus siedendem Wasser um.
Eigenschaften. Farblose, in reinem Zustande geruchlose, monokline Nadeln oderPrismen. Schmelzp. 184° (corr.), Siedep. 275—280°. Löslich in 2500 Th. Wasser von 18°,leicht löslich in siedendem Wasser, auch in Alkohol und in Aet.her. Die wässerige Lösungreagirt sauer und giebt mit Ferrichlorid keine Violettfärbung. Sie entfärbt Kaliumper-manganat nicht. — lg Anissäure wird neutralisirt (Phenolphthalein als Indikator) durch0,368 g Kalihydrat = 65,7 ccm '/io - Normal-Kalilauge. Mol.-Gew. = 152. Aufbewahrungunter den indifferenten Arzneimitteln, nicht lichtempfindlich.
Prüfung. Anissäure sei farblos und rieche nur schwach nach Anisöl. 0,5 gverbrennen ohne einen Rückstand zu hinterlassen. Die wässerige Lösung reagire sauer,werde durch Eisenchlorid nicht violett gefärbt (Salicylsäure) und entfärbe nur massigeMengen von Kaliumpermanganat. — Sie schmelze nicht unter 180°.
Anwendung. Sie wirkt antiseptisch, antithermisch und antirheumatisch wieSalicylsäure, aber ohne zu ätzen. Innerlich (meist als Na-Salz oder Phenylester) 0,3—1,0 gals Antipyreticum (beeinflusst die Herzthätigkeit nicht!). Aeusserlich in der Wund-behandlung in der nämlichen Weise und den gleichen Dosen wie Salicylsäure, also in Salben,spirituöser Lösung etc., 1: 100 bis 1 : 10.
II. Natrilimanisat. Natrium anisicum. C e H 4 (OCH 3 )CO a Na -f V 2 H 2 0. Anis-saures Natrium. Mol.-Gew. = 183.
Darstellung. Man stösst 10 Th. Anissäure und 5,5 Th. Natriumbikarbonat mitWasser zu einer Pasta an und krystallisirt das Salz, dessen wässerige Lösung nochschwach sauer reagiren muss, aus 90proc. Alkohol unter Erwärmen um.
Eigenschaften. Farblose Blättchen mit '/._, Mol. Krystallwasser, oder ein farbloseskleinkrystallinisch.es Pulver, welches fast wasserfrei ist Leicht löslich in Wasser. Diewässerige Lösung- reagirt schwach sauer; sie giebt mit Ferrichlorid eigelben Niederschlagvon Ferrianisat, durch Mineralsäuren wird Anissäure in Krystallen abgeschieden. Aus derwässerigen Lösung krystallisirt ein Salz C 6 H 4 (0CH 3 ). CO„Na-f- 5ELO in derben Säulen.Aufbewahrung wie Anissäure.
Anwendung. An Stelle des Natriumsalicylates zu 0,3—1,0 g mehrmals täglich beiIschias und Rheumatismus. Stört die Herzthätigkeit nicht.
III. Anissäure-Phenylester. c 6 h 4 (OCH 3 )C0 2 c 6 h 5 . Phenyium anisatum. Moi-
Gew. = 228. (Fälschlich auch Acidum anisophenylicum, s. Mindes.) Die dem Salol ent-sprechende Verbindung der Anissäure. Wird dargestellt durch Einwirkung von Phosphor-Pentachlorid auf eine Mischung von Anissäure und Phenol, s. Salolum.
Farblose, bei 75—76° schmelzende Krystalle, unlöslich in Wasser, leicht löslich inAlkohol und in Chloroform. Durch Natronlauge wird es schon in der Kälte gelöst unterSpaltung in Anissäure und in Phenol. Aufbewahrung wie Anissäure.
Anwendung. Zu 0,5 — 1,0 g mehrmals bei Rheumatismus und Neuralgien wiedas Salol.
Acidum benzoicum.
Von den Pharmakopoen schreiben Austr., Gall., Germ., Helv. die durch Sublimationvon Benzoeharz gewonnene Benzoesäure vor. Gall. hat ausserdem noch die auf nassemWege aus Harz bereitete aufgenommen. U-St. und Brit. lassen die aus Harz sublimirteu nd die aus Toluol gewonnene Benzoesäure zu.
I. Reine oder künstliche Benzoesäure. Acidum benzoicum (Brit, U-St.).
Acidum benzoicum artiflciale (e Toluolo, seu crystallisatum) C 0 H 5 C0,H. Mol.-Gew.
= 122.