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Räume für den Apothekenbetrieb
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Schreibpult angebracht, dessen beide Schiebekästen zur Aufnahme der Signaturendienen. An der Hinterseite des Rezepturtisches wird ein Warengestell angebracht,das zur Aufnahme kleinerer Standgefäße, die häufig in der Rezeptur gebrauchtwerden, dient. Die Handwagen werden an Haken, die an diesem Gestell an-gebracht sind, aufgehangen. Bei der Auswahl des Platzes für den Rezepturtischist darauf zu achten, daß das Tageslicht, wenn es eben einzurichten ist, vonlinks kommt. Für den Rezepturtisch sollte stets eine besondere künstlicheBeleuchtung vorgesehen werden, wobei zu berücksichtigen ist, daß die Be-leuchtungskörper nicht zu niedrig angebracht werden, damit die Wärme-ausstrahlung, besonders bei hängendem Gasglühlicht, den unter der FlammeArbeitenden nicht belästigt. Hinter dem Rezepturtisch oder ganz in dessenNähe wird eine Wasch- und Spülgelegenheit angebracht; als Rand des Beckensverwendet man zweckmäßig eine Schieferplatte, die durch ätzende Stoffe undSäuren nicht angegriffen wird. ■
Der Handverkaufstisch, auf dem die Handverkaufswage steht, erhältSchiebekästen von verschiedener Höhe und Breite. Die niedrigsten, mit einerlichten Höhe von 4 bis 5 cm, dienen zur Aufnahme flacher Gegenstände. DieSchiebekästen des Handverkaufstisches werden mit Schildern versehen, die denInhalt des Kastens angeben, oder mit fortlaufenden Nummern. Letzteres istweniger zu empfehlen, da man bei weniger gangbaren Mitteln oft gezwungen ist,das erforderliche Verzeichnis in Anspruch zu nehmen. Wo es sich eben ermöglichenläßt, sollte ein Teil der Schiebekästen des Handverkaufstisches zur Unter-bringung kleiner Packungen von Verbandstoffen und Binden verwendet werden.Diese Kästen sind in einzelne Fächer, je nach Größe und Breite der Packungeneinzuteilen, wie es sich überhaupt empfiehlt, sämtliche Kästen durch leichtverstellbare Brettchen in recht viele Fächer einzuteilen. Je mehr die einzelnenKästen geteilt werden, je leichter wird die Übersicht und dadurch die Ordnungaufrecht erhalten. Die Platte des Handverkaufstisches ist entweder aus Marmoroder Holz und kann ebenfalls mit Linoleum überzogen werden. Vielfach werdenGlasplatten verwandt, die einen Blick in die obersten, zu Ausstellungszweckendienenden Kästen gestatten. Durch Anbringung von Glastüren an die vordereSeite des Handverkaufstisches gewinnt man Ausstellungsschränke. Ist genügendPlatz vorhanden, können weitere Ausstellungsschränke in der Offizin aufgestelltwerden.
Die Warengestelle sollen nicht bis zum Fußboden reichen, man läßt vielmehreine Luftschicht zwischen Fußboden und der unteren Kastenreihe und denSchrankböden. Der obere Teil der Gestelle wird mit verstellbaren Böden ver-sehen und dient zur Aufnahme der Standgefäße, die alphabetisch zu ordnensind. In den meisten Ländern ist eine verschiedenfarbige Aufschrift für milde,stark wirkende und giftige Mittel gesetzlich vorgeschrieben, und diese werdendemgemäß voneinander getrennt aufbewahrt. Ebenso sind in verschiedenenLändern die Abteile, in denen die gesondert aufzubewahrenden Mittel unter-gebracht werden, besonders zu bezeichnen (Venena, Tabul. A, Tabul. B).Der untere Teil der Warengestelle enthält Schiebekästen aus geruchlosem Holz,die in vollen Füllungen laufen oder Staubdeckel haben. Bei stark riechendenMitteln verwendet man außerdem noch Blecheinsatzkästen. Jeder Kastenist mit einem Schild zu versehen. Früher wurden Porzellanschilder oder Email-schilder fast ausnahmslos verwendet. Infolge der hohen Preise wird man beieinfachen Einrichtungen lackierte Pappschilder oder solche, die mit Celluloidlacküberzogen sind, benutzen. Die Schiebekästen sind alphabetisch zu ordnen,