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H. Fischer
sollte nur in dem vom Publikum benutzten Teil Verwendung finden, da ein an-dauerndes Stehen und Arbeiten auf Steinfußboden unnötigerweise ermüdetund im Winter zu kalt ist.
Auf die Ausstattung der Offizin ist besonders Wert zu legen. Die Holz-einrichtung soll geschmackvoll und ansprechend sein. Die Verwendung vonEdelhölzern bei Neueinrichtungen verbietet sich einstweilen in den valuta-schwachen Ländern von selbst. Während man früher Kiefernholzeinrichtungenso gut wie gar nicht kannte, werden diese bei Einrichtung von neuen Apothekenvorerst die Regel bilden, da sogar Eichenholzeinrichtungen infolge ihres hohenPreises kaum in Frage kommen. In den bestehenden Apotheken ist ungefährjede Holzart und jeder Stil vertreten. Die dauerhaftesten Holzeinrichtungen unddaher die beliebtesten waren solche aus Eichenholz, je nach Geschmack inheller oder dunkler Farbe. Holzeinrichtungen in reiner Stilform, wie z. B. gotische,sind oft anzutreffen. Man ist aber auch hier mehr zu der zeitgemäßen Richtungübergegangen, welche alle Bogen, übermäßigen Schnitzereien usw. verwirftund nur das wirklich Praktische im Auge hat, ohne daß der Gesamteindruckeiner derartigen Holzeinrichtung unschön wirkt.
Eine zweckdienliche Einteilung der Holzeinrichtung ist für den gesamtenApothekenbetrieb eine der wichtigsten aber auch schwierigsten Fragen. Währendman früher bemüht war, möglichst viele Drogen usw. in Schiebekästen in derOffizin unterzubringen, ersetzt man neuerdings diese Kästen immer mehr durchSchränke zur Aufnahme fertiger Arzneipackungen. Die gangbarsten Drogen undChemikalien werden in abgabebereiten Packungen (Beutel, Kartons) am bestenin den Schiebekästen des Handverkaufstisches aufbewahrt; der größere Vorratdieser Mittel in der Materialkammer. In der Offizin sollten in Schiebekästen nurdie häufiger vorkommenden Drogen und Chemikalien, welche in nicht abgabe-bereiten Packungen vorrätig gehalten werden, aufbewahrt werden, um möglichstviel Platz für andere Arzneipackungen zu gewinnen.
In der Offizin müssen vorhanden sein ein Rezeptiertisch, in Apothekengrößeren Umfanges ein besonderer Handverkaufstisch, der in einzelnen Ländernvorgeschrieben ist, die erforderlichen Warengestelle (Repositorien), deren obererTeil offene Reihen für die Standgefäße bietet, sowie Schränke für fertige Arznei-päckungen, Verbandstoffe, chirurgische Artikel u. dgl.
Da der Rezepturtisch zur Anfertigung der Arzneien, der Handverkaufstischzur Abgabe alles dessen, was in der Apotheke verlangt wird, dient, ist auf einezweckdienliche Einrichtung der beiden großes Gewicht zu legen. Unzweckmäßigeingerichtete Rezeptur- und Handverkaufstische erschweren das Arbeiten undbedeuten eine unnötige Vergeudung an Zeit und Arbeitskraft. Beide Tischedürfen nicht zu weit voneinander entfernt liegen, da schon die örtliche Trennungallein ein häufiges Hin- und Hergehen bedingt, wodurch ein unnötiger Kräfte-verbrauch stattfindet.
Der Rezepturtisch, der ungefähr 96 cm hoch sein muß, wird in der Weiseeingeteilt, daß er je nach Größe einen oder zwei Schränke, die am zweckmäßigstenmit Roll- oder Schiebetüren verschlossen werden können, enthält, währendder Rest für Schiebekästen von verschiedener Höhe und Breite zur Aufnahmealler in der Rezeptur gebrauchten Gegenstände verbleibt. Unter der Platte desRezepturtisches ist eine durchgehende Reihe von Schiebekästen, die nur8 bis 10 cm hoch sein sollen, anzubringen. Die Platte des Rezepturtisches erhältam besten einen Linoleumbelag. Marmorplatten sind unpraktisch, da Flaschenbeim Umfallen leicht zerbrechen. An einem Ende des Rezepturtisches wird das