Druckschrift 
Vademecum für Pilzfreunde : Taschenbuch zur bequemen Bestimmung aller in Mittel-Europa vorkommenden ansehnlicheren Pilzkörper mit 4 Bestimmungstafeln und Zitaten bekannten Bildwerke
Entstehung
Seite
234
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

234

Löckerpilze Merulieae.

XI. Merülius (Hall.) Fältlinge.

Fruchtkörper selten deutlich hutförmig, meist dünne, formlose,dem Substrat aufgewachsene Überzüge mit wachsartigern,flachgrubigem, oder netzigfaltigem Fruchtlager. Ich be-schränke mich auf die abgebogen-hütigen Arten.

185. M. tremellösus (Schrad.) Oallertfleischiger Fältling. H. weiß-

* lieh, fast fleischig-zottig, mit zottig-zackigemRande, bald wagerecht-muschelförmig, bald ohrförmig-aufsteigend, bald becherig-napfförmig 34, dünn,meist rasig verbunden. Fruchtlager bei abstehendem Frucht-körper auf der Unterseite, bei aufrechtem auf der Innenseite,weißlich, besteht aus krausen, zu flachen netzartigenPoren verbundenen Falten. Subst. blaß, gallertig-fleischig,zäh, trocken knorpelig. Sp. 34/1 l,5[x, gekrümmt. AnLaubholzstümpfen.

186. M. cörium (Pors.) Lederiger Fältling. H. weiß, kurzzottig,

* oft gezont, mit der Oberfläche aufgewachsen, schmal -abgebogen 35, fast papierdünn. Fruchtlagerfleischrot oder lederblaß, netzig-löcherig. Subst.blaß, weichfleischig. Sp. 910/3jx. An Stämmen und Ästender Laubhölzer.

187. M. mollüscus (Fr.) Kiefern-Fältling. H. mit weißem, byssus-** artigem Überzug, mit der Oberfläche aufgewachsen, an den

Rändern schmal-abgebogen 23/1, häutig-dünn. Frucht-lagerfleischgelb, lamellig-gewun den,zähnig. Subst. blaß,weichzäh. An Kieferstümpfen. Vgl. Irpex 57, S. 245.

188. M. aurantiaeus (Klotzsch) Orangegelber Fältling. H. gelboder grau, gezont, filzig, ergossen-abgebogen 23, dünn-Fruchtlager orangegelb, mit zarten fast poren-förmigen Falten. An abgestorbenen Buchen.

189. M. lacrlmans (Wulf.) Hausschwamm. Gramberg II Tf. 1-** In seiner ausgebildeten Form erscheint er als große,

schwammig-fleischige, selten hütig-abgebogene, blasse Lappen,die aus den Ritzen des Holz- und Mauerwerkes hervor-brechend, das Substrat in Bändern und Streifen überziehen-Das Fruchtlager ist blaßgelb, durch die Sporenrostgelb, besteht aus aderigen, gewundanen und netz-förmig zu großen ungleichförmigen Löchern verschlungenen,im Alter oft sich stachelartig-verlängernden Falten. Subst-blaß, schwammig-fleischig, wässerig, tröpfelt bei üppigemWachstum eine klare, zuletzt milchige Flüssigkeit,von fast betäubendem Geruch. Sp. eiförmig 10/6 fJ->Staub rostbraun. Besonders in Häusern, wo er furchtbarenSchaden anrichtet, seltener im Freien auf stockigem Holze-