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Löckerpilze — Merulieae.
XI. Merülius (Hall.) Fältlinge.
Fruchtkörper selten deutlich hutförmig, meist dünne, formlose,dem Substrat aufgewachsene Überzüge mit wachsartigern,flachgrubigem, oder netzigfaltigem Fruchtlager. Ich be-schränke mich auf die abgebogen-hütigen Arten.
185. M. tremellösus (Schrad.) Oallertfleischiger Fältling. H. weiß-
* lieh, fast fleischig-zottig, mit zottig-zackigemRande, bald wagerecht-muschelförmig, bald ohrförmig-aufsteigend, bald becherig-napfförmig 3—4, dünn,meist rasig verbunden. Fruchtlager bei abstehendem Frucht-körper auf der Unterseite, bei aufrechtem auf der Innenseite,weißlich, besteht aus krausen, zu flachen netzartigenPoren verbundenen Falten. Subst. blaß, gallertig-fleischig,zäh, trocken knorpelig. Sp. 3—4/1 — l,5[x, gekrümmt. AnLaubholzstümpfen.
186. M. cörium (Pors.) Lederiger Fältling. H. weiß, kurzzottig,
* oft gezont, mit der Oberfläche aufgewachsen, schmal -abgebogen 3—5, fast papierdünn. Fruchtlagerfleischrot oder lederblaß, netzig-löcherig. Subst.blaß, weichfleischig. Sp. 9—10/3jx. An Stämmen und Ästender Laubhölzer.
187. M. mollüscus (Fr.) Kiefern-Fältling. H. mit weißem, byssus-** artigem Überzug, mit der Oberfläche aufgewachsen, an den
Rändern schmal-abgebogen 2—3/1, häutig-dünn. Frucht-lagerfleischgelb, lamellig-gewun den,zähnig. Subst. blaß,weichzäh. An Kieferstümpfen. Vgl. Irpex 57, S. 245.
188. M. aurantiaeus (Klotzsch) Orangegelber Fältling. H. gelboder grau, gezont, filzig, ergossen-abgebogen 2—3, dünn-Fruchtlager orangegelb, mit zarten fast poren-förmigen Falten. An abgestorbenen Buchen.
189. M. lacrlmans (Wulf.) Hausschwamm. Gramberg II Tf. 1-** In seiner ausgebildeten Form erscheint er als große,
schwammig-fleischige, selten hütig-abgebogene, blasse Lappen,die aus den Ritzen des Holz- und Mauerwerkes hervor-brechend, das Substrat in Bändern und Streifen überziehen-Das Fruchtlager ist blaßgelb, durch die Sporenrostgelb, besteht aus aderigen, gewundanen und netz-förmig zu großen ungleichförmigen Löchern verschlungenen,im Alter oft sich stachelartig-verlängernden Falten. Subst-blaß, schwammig-fleischig, wässerig, tröpfelt bei üppigemWachstum eine klare, zuletzt milchige Flüssigkeit,von fast betäubendem Geruch. Sp. eiförmig 10/6 fJ->Staub rostbraun. Besonders in Häusern, wo er furchtbarenSchaden anrichtet, seltener im Freien auf stockigem Holze-