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4 (1902) Die Monocotyledoneen, Gymnospermen und Kryptogamen
Entstehung
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zieht er sich zusammen, das Sporaugiurn reisst durch einen Querspalt auf und streut die bilateralen, sub-ellipsoidischen, schwach gekrümmten, mit Leisten gezierten, braunen Sporen aus. Die Sporangien entstehenaus einer einzigen Oberhautzelle (leptosporangiate Farne). Die Sori sind bedeckt von einem mattbraunen,zarthäutigen, nierenförmigen, bei uns meist kahlen, ringsum freien, an der Bucht festgehefteten Schleier(Indusium).

Neben der normalen, durch Befruchtung der Archegonien sich vollziehenden Vermehrung und nebender Apogamie, giebt es noch zwei andere Arten. Einmal entstehen an den Blattstielen bisweilen in be-trächtlicher Höhe Brutknospen, welche sich erst entwickeln, wenn sich die Blattstiele von der Grundaxeabgelöst haben und zweitens bilden sich bisweilen an den Blättern wieder Vorkeime aus. Dieses Ver-hältniss wird Aposporie genannt. Sie erscheint nur an jungen, noch nicht Sporangien erzeugenden Blät-tern, und zwar an Pflanzen, die wahrscheinlich apogam entstanden sind. Man beobachtete ganze Bündelvon Vorkeimen, die nicht blos von den Bändern und Spitzen, sondern auch von der Oberfläche der Blätterausgingen. An ihnen sind Antheridien und Archegonien gefunden worden.

Der in zahlreichen Varietäten und Formen bekannte Wurmfarn ist in Wäldern, auf steinigen Abhängenin der ganzen nördlich gemässigten Zone weit verbreitet; nur im Atlantischen Nord-Amerika fehlt er;dann findet er sich im Mittelmeergebiet, im Himalaya, auf Java, von Mexiko bis Peru, in Argentinien undauf den Sandwich-Inseln; er bewohnt die Ebenen, steigt aber in den Alpen bis 2500 m, in den wärmerenGebieten bis 5000 m auf.

Das getrocknete Rhizom der Pflanze findet als Rhizoma filicis, Farnwurzel, arzneiliche Verwendung.Aus dem Khizome wird auch das Extractum filicis, das Farnextrakt, hergestellt.

Erklärung der Abbildungen.

Tafel 158a.

Fig. A. Ein Stück des Sori tragenden Blattes, natürlicheGrösse: a. Blattspindel; b. Fieder; c. Fiederchen.

Fig. B. Stück einer Fieder 5 mal vergrössert: d. Sortis mitSchleier.

Tafel 158b.

Fig. A. Das Sehleierchen, 50mal vergrössert.

Fig. B. Der Sorus im Längsschnitt 80mal vergrössert:

a. Blattfläche; b. der Schleier; c. Sporangien.Fig. Cu. D. Das Sporangium geschlossen und aufgesprungen:

d. der Stiel; e. der King; /. die Sporen.

Fig.

S.

Fig.

Fu

Fig.

H.

Fig.

I.

Fig.

K.

Fig.

L.

Fig.

M.

Fig. N.

Die Sporen 250 mal vergrössert.

G. Die keimende Spore.

Der Vorkeim, natürliche Grösse.

Derselbe, 150mal vergrössert: h. Haarwurzeln:

i, Antheridien; k. Archegonien.

Ein Antheridium, das die Spermatozoiden entlässt,

sehr stark vergrössert.

Ein Spermatozoid, sehr stark vergrössert.

Das Archegonium, von der Seite gesehen; mit der

Halskanalzelle und dem Bauehtheil.

Das Archegonium, von oben gesehen, sehr stark

vergrössert.

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