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LARIX Mill.
Blüthen einhäusig getrennt geschlechtlich. Männliche Blüthen: Einzeln, kugelförmig oder ellipsoi-disch, am Grunde von Schuppen umgeben; Staubblätter mit kurzem Filament, mit oder ohne Mittelband-anhang, Pollen ohne Flugblasen. Weibliche Blüthen: Kugelförmig oder ellipsoidisch, oft am Grundevon einem Blattbüschel gestützt; Fruchtblätter dicht spiralig angereiht, in Deck- und Fruchtschuppe deut-lich gesondert; jene oft zugespitzt, diese kreisförmig nach dem Bande hin verschmälert, während derVollblüthe kürzer als die Deckschuppe, zur Fruchtzeit viel länger. Samenanlagen 2, hängend. Zapfeneiförmig, oder mehr oder weniger kegelförmig oder cylindrisch, die Schuppen dicht oder locker angereiht,kreisförmig, oft längsstreifig, bleibend, die Deckschuppen beträchtlich überragend. Samen 2 auf jederFruchtschuppe, geflügelt, Flügel aus dem Gewebe der Binnenseite der Schuppe losgelöst. Keimling in öligfleischigem Nährgewebe mit zahlreichen Keimblättern. — Bäume mit wechselndem Laub mit Langtrieben(im ersten Jahre), deren Blätter locker spiralig angereiht sind; aus den Achseln derselben treten im näch-sten Jahre gestauchte Kurztriebe mit beschuppter Basis; Blätter nadeiförmig, dünn.
8 Arten, welche in der gemässigten Zone der nördlichen Erdhälfte wohnen.
Larix Sibirica Ledeb.
Tafel 154.
Blattbüschel 20—25 Blätter enthaltend; Blätter ungleich, abstehend, dünn, unterseits gekielt; Zapfenaus wenigen am Ende gerundeten Schuppen zusammengesetzt.
Larix Sibirica Ledeb. Fl. Altaica 204. IV. 204; Link in Linnaea XV. 535; Trautvetter in Midden-dorf, Reise I. 170; Carriere, Gonif. 274.
Larix Ledebouri Rupr. Beitr. PflzJc. Russ. Reich. IL 56; Gord. Pin. 127; Parlat. in P. DO. Prodr.XVI. (2) 44.
Pinus Larix Fall. Fl. Ross. I. 1.
Pinus Pseudo-Larix Steud. Nomencl. bot. IL 338.
Larix Europaea Sibirica Loud. Encycl. trees 1054.
Larix intermedia et Archangelica Laws. ex Lond. Cot. 1S36.
Larix decidua Mill. var. Rossica Henk, et Höchst. Nadelh. 132.
Sibirische Lärche; französisch: Meleze de Sibirie; englisch: Sibirian larch.
Die sibirische Lärche wiederholt die europäische: sie wird ein 20 bis 30 m hoher Baum, dessengerader, schlanker, schnellwüchsiger Stamm 60—80 cm im Durchmesser erreicht und mit grauer, rissigerRinde bekleidet ist. Das röthliche Holz ist sehr harzreich und fest; die Krone ist pyramidenartig. Diejüngeren Zweige sind kahl, sie haben die Neigung zu hängen.
Die freudiggrünen Blätter sind 2—4,5 cm lang und 0,5—0,7 mm breit; an den Langtrieben stehendie längsten in spiraliger Anreihung vereinigt; an den Kurztrieben finden sich nur 20—25 gebüschelt beieinander; sie sind verschieden lang in jedem Büschel, abstehend, sehr schmal linealisch, nach dem Grundehin verschmälert, an der Spitze stumpf oder stumpflich, oberseits fast flach, unterseits mit einem schwa-chen Kiele versehen. Die männlichen Blüthen sind ellipsoidische bis fast kugelförmige Kätzchen,welche nur 6—7 mm lang werden, ihr Durchmesser beträgt etwa 5 mm; sie werden von dicht spiraligangereihten, gelben Schuppen zusammengesetzt, welche nur ein sehr kurzes Mittelbandanhängsel besitzen;am Grunde werden sie von einer mehrreihigen Hülle kurzer, schwärzlicher Schuppen gestützt. Die weib-lichen Blüthen sind rothe Kätzchen mit nicht sehr zahlreichen Fruchtblättern. Die mit einem langen
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