iI
■'■\v.;.
I ■' ■■
TI
20
AGROPYRUM Gaertn.
Blüthen zwittrig, die oberste im Ährchen bisweilen unvollkommen; mehr als 2 bilden ein Ährchen.Diese sind seitlich zusammengedrückt, sitzen abwechselnd zweizeilig in den Aushöhlungen einer einfachenSpindel, der sie die flache Seite zukehren, der Blüthenstand ist somit eine zusammengesetzte Ähre. Die Ra-chilla des Ährchens ist oft gegliedert und brüchig. Die zwei untersten Spelzen steril (Hüllspelzen), schmälerals die blühenden Spelzen und von einer geringeren Zahl Nerven durchzogen; die blühenden am Rückengerundet, kaum gekielt, fünf- bis siebennervig, kurz zugespitzt oder begrannt. Vorspelze etwas kürzer,zweikielig, an den Kielen gewimpert. Staubblätter 3, Beutel am Grunde befestigt. Griffel getrennt, sehrkurz mit grossen, federförmigen Narben. Frucht schmal oblong, am Rücken abgeflacht, an der Vorderseitegewölbt, an der Spitze zottig, der Vorspelze zur Zeit der Reife anhängend oder frei. — Einjährige oderausdauernde Gräser mit mittelhohen Halmen und flachen oder eingerollt-stielrunden Blättern. Ähre end-ständig, oft ziemlich steif mit mittelgrossen Ährchen.
Etwa 20 Arten in der nördlich gemässigten Zone beider Erdhälften verbreitet, manche europäischeArten sind in Amerika eingeführt.
Agropyrum repens P. Beauv.
Tafel 139.
Grundaxe kriechend; Blätter oberseits rauh; Ährchen meist fünfblüthig; Hüllspelzen kürzer als dasÄhrchen; Deckspelzen spitz oder begrannt, fünfnervig.
Agropyrum repens P. Beauv. Agrost. 102; Reichb. Fl. Germ. t. 120. Fig. 237 — 261; Berg u. Schmidt,Barst, u. Beschr. XXVII a ; Willh. et Lange, Prodr. Fl. Hisp. I. 140; Godr. et Gren. Fl. Fr. III. 608;Boiss. Fl. Orient. V. 663; Hook. ßl. Fl. Br. Ind. VII. 370; Fluch, and Hanb. Pharmacogr. 663; Hack, inEngl.-Prtl. Nat. Pßanzenfam. IL (2.) 79. Fig. 91.
Triticum repens Linn. Spec. pl. ed. I. 86; Schreber, Gram. IL t. 26. I — III. Fig. 1 — 3; Fl. Dan. V.t. 748; Allione, Fl. Pedem. IL t. 257; Svensk bot. I. t. 38; P. DG. Fl. Fr. n. 1427; Nees, Düsseid. Abb.L-32; Guimp. u. Schlecht. Pfl. Pharmac. I. 42. t. 22; Ledeb. Fl. Boss. IV. 431; Koch, Syn. 825; Aschers.Fl. Mark Brand. 868; Baill. Bot. med. 1368; Kohler, Medizinalpfl. t. 86; Batt. et Trab. Fl. d'Alg. I. 106;Flüclt. Pharmacogn. 341; Arth. Meyer, Drogenk. IL 43; Garcke, Fl. Deutschi. ed. XVIII. 704. Fig. 2520.
Bromus glaber Scop. Garn. I. 84.
Elymus dumetorum Hoffm. Fl. Germ. 64.
Triticum arvense, dumetorum, Leersianum, Vaillantianum, subulatum Schreb. in Fl. Erlang. I. 143. 144.
Quecke, Quäke; französisch: Ghiendent commun; englisch: Couch Grass, Quitch Grass, Dog's Grass.
Die gelbe, weithinkriechende Grundaxe ist knotig gegliedert und mit scheidigen, zuerst weissen, sehrderben Niederblättern besetzt, die über dem Ende zu einem spitzen Kegel zusammenschliessen; mittelstdes letzteren gräbt sie sich auch in die festen Erdschollen ein; sie ist hohl und sendet aus der Achselder zweizeiligen Niederblätter reichliche Seitenzweige; sie wird durch fadenförmige, verzweigte Neben-wurzeln in der Erde befestigt und geht endlich in einen Halm aus. Dieser wird 60—120 cm lang, iststielrund, entfernt knotig gegliedert und völlig kahl.
Die Blätter sitzen mit einer offenen, aber mit dem einen Rande über den andern greifenden Scheidevon 7—10 cm Länge an dem Knoten fest. Das Blatthäutchen ist sehr klein, gestutzt, zarthäutig und kahl. Diefrisch-, bisweilen meer- oder blaugrüne Spreite ist 10—20 cm lang und 6—9 mm breit; sie ist linealisch,lang zugespitzt, am Grunde abgerundet und sitzend; auf der Oberseite ist sie rauh, unterseits aber glatt.