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Würmer.
die Urformen der höheren Tierstämme zu suchen haben, daß aus ihnendie Echinodermen, Mollusken, Arthropoden und Vertebraten durcheinseitige Spezialisierung des Baues hervorgegangen sind. So sind auchBryozoen, Brachiopoden und Tunicaten jedenfalls Abkömmlinge wurm-artiger Urformen und daher eng mit dem Würmerstamm verknüpft. Da-gegen ist es nicht sicher, ob Brachiopoden und Bryozoen miteinanderverwandt sind, und mehr als zweifelhaft, ob sie, wie der Naine Mollus-coiden sagt, mit den Mollusken irgend etwas zu tun haben. Die Tuni-caten sind zwar sicher nahe Verwandte der Wirbeltiere, immerhin aberdoch von ihnen so enorm verschieden, daß es nicht empfehlenswert ist,sie mit ihnen unter dem Namen Chordonier zu vereinen.
schlauch.
unterschei- Von den Cölenteraten unterscheiden sich die Würmer durch ihre
<1 ™tie 1 (iei k "Bilateralität, welche in der inneren Anatomie stets auch da nach-würmer. vveisbar ist, wo sie bei Betrachtung der äußeren Gestalt, wie bei dendrehrunden Nematoden, zu fehlen scheint, vor allem aber durch denhohen Grad organologischer Differenzierung (Entwicklung eines gangliösenNervensystems, besonderer Excretionsorgane. häutig von Blutgefäßen.komplizierten Geschlechtsorganen). Diese organologische Differenzierungbringt es mit sich, daß sich frühzeitig im Embryonalleben der Meso-blast entwickelt, als ein Material, aus dem mit Ausnahme des Nerven-systems die genannten Organe, sowie fast die gesamte Muskulatur her-vorgehen. Von Unterscheidungsmerkmalen gegen die übrigen bilateral-Hautmiiskei-symmetrischen Formen möge als wichtigstes der Hautmuskelschlauchvorangestellt werden, von dessen Anwesenheit namentlich die eigentüm-liche Bewegungsweise, welche man die wurmförmige nennt, bestimmtwird. Man versteht unter Hautmuskelschlauch die innige Vereinigungder Haut des Körpers mit der darunter gelegenen Muskulatur (Fig. 204,205, 206). Die Haut ist ein einschichtiges Epithel, welches bald Flim-mern trägt, bald eine dicke Cuticula als Schutzorgan ausscheidet. DasEpithel sitzt auf einer structurlosen Stützlamelle oder einer zellenhaltigenBindegewebsschicht auf, mit welcher die nach der Tiefe zu folgendenMuskelfasern so innig verbunden sind, daß sie ihre Angriffspunkte anihr finden. In der Muskelschicht sind stets longitudinale Fasern vor-handen; häufig treten zu denselben circuläre Fasern, bei parenchymatösenWürmern außerdem diagonal und gekreuzt verlaufende Fasern und iso-lierte dorsoventral angeordnete Muskeln.
Unter den Organen des Wurmkörpers muß als das ansehnlichstein erster Linie der Darm genannt werden. Zwar gibt es Würmer, welcheentweder gänzlich darmlos sind, wie die Bandwürmer, oder, wie mancheNematoden, nur einen geschlossenen, offenbar functionsunfähigen Kanalbesitzen; das sind dann aber stets Parasiten, welche, wie Übergangs-formen deutlich lehren, den Darm in Anpassung an die vereinfachtenErnährungsbedingungen des Parasitismus verloren haben. Im Bau desDarms schließen sich die niedersten Würmer noch vollkommen an diehöheren Cölenteraten (Anthozoen und Ctenophoren) an, indem sie außerdem entodermalen Urdarm (Mesenteron, Gastrulasäckchen) nur nochden durch Ectodermeinstülpung entstandenen Vorderdarm (Stomodaeum)besitzen, während der Enddarm (Proctodaeum) und damit eine After-öffnung noch fehlt (Fig. 57). Bei den meisten Würmern ist jedoch derDarm durch eine Ectodermeinstülpung am hinteren Ende (Proctodaeum)zu einem durch Mund und After geöffneten Rohr geworden.