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Lehrbuch der Zoologie
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Würmer.

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28. Das Skelett kann entweder ein Achsenskelett sein oder kannsich auch auf die einzelnen Polypen erstrecken (Rindenskelett).

29. Nach der Zahl der Septen teilt man die lebenden Anthozoenin Hexacorallien und Octocorallien ein, denen sich die fossilen Tetra-corallien anschließen.

30. Die Hexacorallien haben sechs Septenpaare oder Multipladavon, sie haben ferner zahlreiche schlauchförmige Tentakeln.

31. Die Octocorallien haben acht Einzelsepten (nie mehr) undacht gefiederte Tentakeln.

32. Die Ctenophoren sind stets freischwimmend und haben einenaus einem muskelreichen Mesoderm bestehenden Gallertkörper.

33. Nesselzellen fehlen und sind durch Klebzellen ersetzt.

34 Am meisten charakteristisch sind acht meridional verlaufendeRuder reihen, deren Bewegungen von einem gemeinsamen Central-organ, dem nach Art einer Statocyste (Hörbläschen) gebauten Sinnes-körper, reguliert werden.

33. Der Darm besteht aus einem durch Ectodermeinstülpung ent-standenen Magen und reich verästelten entodermalen Gefäßen.

III. Stamm.

Vermes, Würmer.

Der Stamm der Würmer hat in der Geschichte der systematischen Umfang desZoologie am meisten Wandlungen durchzumachen gehabt, und noch heutegehen bei der Beantwortung der Frage, was man unter dem Namen.. Würmer" alles zusammenfassen soll, die Ansichten der Forscher weitauseinander. Viele Zoologen wollen sogar den W'ürmerstamm ganz auf-heben und ihn in mehrere Stämme auflösen.. Es gibt gewisse Gruppen,welche lange Zeit allgemein dem Stamm eingereiht wurden, wie die um-fangreichen Klassen der Platt-, Rund- und Gliederwürmer und diekleinen Abteilungen der Pfeil- und Eichelwürmer; sie bringen dasCharakteristische in der Erscheinungsweise der Würmer am meisten zumAusdruck und verdienen daher bei der Besprechung in erster Linie Be-rücksichtigung. Ferner gehören hierher unzweifelhaft die Rädertiere;denn so sehr sich dieselben auch in ihrer Beschaffenheit von typischen,ausgebildeten Würmern, wie Blutegel, Regenwurm etc., unterscheiden,so groß ist die Übereinstimmung mit vielen Wurmlarven, eine Überein-stimmung, auf welche bei der jetzigen hohen Wertschätzung der Ent-wicklungsgeschichte besonderes Gewicht gelegt werden muß. Dagegenwerden von den meisten Zoologen einige Tiergruppen, welche in diesemLehrbuch, wenn auch nur in Form eines Anhanges, dem Stamm angefügtworden sind, von den Würmern ausgeschlossen und vielfach zu selbst-ständigen Stämmen erhoben, die Brachiopoden und Bryozocn zum Stammder Molluscoideen, die Ascidien und Salpen zum Stamm der Tunicaten.Für den hier eingenommenen Standpunkt war zunächst die Erwägung-maßgebend, daß es nicht zweckmäßig ist, so einfach gebauten, an Familienund Arten armen Gruppen den Rang eines Tierstammes einzuräumen.Dazu kamen Erwägungen über die systematische Stellung der Würmerim allgemeinen. Allseitig wird anerkannt, daß wir in den Würmern