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Cölenteraten.
9. Da Nerven, Muskeln, Sinnesorgane fehlen oder ganz unvoll-kommen ausgebildet sind, zeigen die Tiere so gut wie keine Bewegungen.
10. Nach dem Skelett zerfallen die Spongien in Calcispongienund Silicispongien.
11. Die Cnidarien sind höher organisiert und tierähnlicher, da siemit Nerven, Muskeln, Sinnesorganen ausgerüstet sind und daher einegrößere Reizbarkeit und Bewegungsfähigkeit besitzen.
12. Besonders charakteristisch für die Cnidarien ist die Anwesenheitvon Tentakeln und von kleinen, in besonderen Zellen sich bildendenNesselorganen, den Nesselkapseln.
13. Fast alle histologischen Differenzierungen gehen vom Ectodermund Entoderm aus, indem ein Mesoderm entweder vollkommen fehltoder untergeordnete Bedeutung besitzt, meist nur Stützgewebe liefernd(Diblasterien, zweiblättrige Tiere).
14. Man unterscheidet 4 Klassen: Hydrozoen, Scyphozoen, An-thozoen, Ctenophoren.
15. Bei den Hydrozoen und Scyphozoen findet man gewöhnlichzwei im Generationswechsel stehende Formen, die sessilen Polypen(Ammen) und die frei beweglichen Medusen (Geschlechtstiere).
IG. Für die Hydrozoen ist der Hydroidpolyp und die craspedoteMeduse charakteristisch.
17. Der Hydroidpolyp ist ein aus Ectoderm, Entoderm undStützlamelle bestehender Schlauch mit einem Tentakelkranz; bei kolonie-bildenden Formen kommt noch ein cuticulares Ausscheidungsprodukt desEctoderms, das Periderm, hinzu.
18. Die craspedote Meduse hat einen glockenförmigen Körpermit glattem Schirmrand, von welchem der Schwimmsaum oder das Velumentspringt. Die Geschlechtsorgane sind ectodermal.
19. Die Meduse entsteht am Polypen oder am Polypenstock durchlaterale Knospung.
20. Der Generationswechsel kann in Polymorphismus über-gehen, wenn die Meduse als Sporosac im Stock .verbleibt; er kannfehlen, indem entweder die Hydroidengeneration oder die Medusengene-ration ganz ausfällt.
21. Für die Scyphozoen ist das Scyphostoma und die acra-spede Meduse charakteristisch.
22. Das Scyphostoma unterscheidet sich von dem Hydroidpolypenvornehmlich durch vier longitudinale Gastralfalten oder Septen (Täniolen).
23. Die acraspede Meduse unterscheidet sich von der craspe-doten durch den Mangel des Velum, die gelappte Beschaffenheit desSchirmrandes, die Anwesenheit der Gastraltentakelchen, die ento-derm alen Geschlechtsorgane.
24. Die Meduse entsteht am Polyp durch terminale Knospung.
25. Selten wird der Generationswechsel unterdrückt, und zwarnur in der Weise, daß das Scyphostomastadium ausfällt.
26. Bei den Anthozoen findet sich als einzige Grundform derCorallenpolyp; derselbe unterscheidet sich vom Hydroidpolypen durch dasSchlundrohr, die radialen, an das Schlundrohr tretenden Septen,durch die Anwesenheit eines Mesoderms, durch entodermale, früh insMesoderm übertretende Geschlechtsorgane.
27. Die meisten Anthozoen sind koloniebildend und erzeugen einSkelett, das gewöhnlich aus kohlensaurem Kalk, seltener aus „Horn-substanz" besteht.