Allgemeine Zoologie.
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Von Amphibien, Reptilien und Insecten sind die meisten Eier legend,nicht wenige Formen aber lebendig gebärend. Hier gibt es in ein undderselben Gattung (z. B. Lacerta und Chamäleon) vivipare und Ovo-vivipare Arten. Selbst bei den Säugetieren, bei welchen das „Lebendig-gebären" lange Zeit für typisch galt, kennt man wenige Eier legende(ovovivipare) Formen, Echidna und Ornithorhynchus. Schließlich kommensogar bei einer und derselben Art Ausnahmen von der Regel vor. DieNattern sind ovovivipar, unter ungünstigen Bedingungen aber behalten siedie Eier bis kurze Zeit vor dem Ausschlüpfen der Jungen bei sich.
Zusammenfassung' der Resultate der Entwicklungsgeschichte.
1. Die Entwicklung eines Tieres beginnt mit einem Akt der Zeu-gung; man unterscheidet Urzeugung und Elternzeugung.
2. Urzeugung (Generatio aequivoca, G. spontanea, Abiogenesis) istdie Entstellung lebender Wesen aus unbelebter Materie (ohne präexistierendeMutterorganismen).
3. Die derzeitige Existenz der Urzeugung ist weder durch Be-obachtung erwiesen, noch überhaupt wahrscheinlich; dagegen ist die Ur-zeugung ein logisches Postulat, um die erste Entstehung der Organismenauf unserem Erdball zu erklären.
4. Elternzeugung (Tocogonie), Abstammung eines Tieres von einemTiere gleichen oder ähnlichen Baues, kann entweder auf geschlechtlichemoder ungeschlechtlichem Wege erfolgen.
5. Die ungeschlechtliche Fortpflanzung kann sein: Teilung oderKnospung.
6. Bei der Teilung wächst ein Organismus gleichmäßig in allenseinen Teilen und zerfällt durch Einschnürung in zwei oder mehr gleich-wertige neue Stücke.
7. Nach der Richtung der Teilungsebene zur Längsachse des Tieresspricht man von Längs-, Quer- und Schrägteilung.
8. Bei der Knospung findet ein lokales gesteigertes Wachstumstatt; der lokale Auswuchs, die Knospe, löst sich als ein kleineres, meistauch unvollkommener gebautes Individuum vom Muttertier ab.
9. Nach der Lage und der Zahl der Knospen unterscheidet manlaterale, terminale, multiple Knospung.
10. Die geschlechtliche Fortpflanzung ist eine Fortpflanzungmittelst besonderer, vom Anteil an den Körperfunctionen längere Zeitoder dauernd ausgeschlossener Zellen, der Geschlechtszellen.
11. Bei der geschlechtlichen Fortpflanzung vereinigen sich zweierleiGeschlechtszellen, das weibliche Ei und der männliche Samenfaden (Be-fruchtung).
12. Selten kann sich das Ei ohne Befruchtung entwickeln: Partheno-genesis; diese ist eine geschlechtliche Fortpflanzung mit rückgebildeterBefruchtung.
13. Pädogenesis ist die partlienogenetische Fortpflanzung eines.jugendlichen, d. h. unvollkommen entwickelten Tieres.
14. Verschiedene Arten der Fortpflanzung (ungeschlechtliche, ge-schlechtliche, Parthenogenesis, Pädogenesis) können bei derselben Species