Allgemeine Zoologie.
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keit der Teile des Organismus, zum Ganzen auszuwachsen, wenn sie ausdem Zusammenhang gelöst werden. Bei der typischen Regeneration er-folgt die ihr vorausgehende Ablösung eines Teils durch Eingriffe von außen,bei der Teilung und Knospung erfolgt sie durch besondere Wachstums-vorgänge des Organismus selbst. Daß die ungeschlechtliche Fortpflanzung{man würde sie besser „vegetative Fortpflanzung" nennen) hauptsächlichbei niederen Tieren vorkommt, ist nicht ein Zeichen ihres ursprünglichenCharakters, sondern nur die Folge der Erscheinung, daß nur bei einfachgebauten Organismen die Fähigkeit der Ergänzung zum Ganzen vorhandenist. Aus alledem erklärt es sich, daß die so auffällige Gesetzmäßigkeitder Vorgänge, welche die geschlechtliche Entwicklung beherrscht, beiRegeneration, Teilung und Knospung vermißt wird.
5. Die verschiedenen Formen der geschlechtlichenEntwicklung.
Zur Zeit, in welcher sich die beschriebenen Vorgänge (Befruchtung Embryonaleund Teilung des Eies, Bildung der Keimblätter) abspielen, sind die jungen embryonaleTiere gewöhnlich noch in schützenden derben Eihüllen oder gar in dem Entwick -mütterlichen Geschlechtsapparat (Uterus) eingeschlossen und werden des-halb Embryonen genannt. Auch spätere Stadien, die Bildung derwichtigsten Organe, können noch in die Zeit des Embryonallebens fallen,wie uns die Säugetiere, Vögel, Reptilien, viele Fische, Würmer undKrebse lehren, welche, am Ende ihres embryonalen Daseins angelangt,in allen Teilen fertiggestellt sind und nur noch der Reife der Geschlechts-organe und des Wachstums des gesamten Körpers bedürfen, um denHöhepunkt ihrer Ausbildung zu erreichen. Auf der anderen Seite gibtes Tiere, namentlich Wasserbewohner, welche nach dem Verlassen derEihüllen noch wichtige Umgestaltungen erfahren, wie Cölenteraten,Ringelwürmer, Echinodermen, Insecten, Amphibien etc. Die Cölen-teraten, Echinodermen und viele Würmer pflegen sogar vor der Ent-stehung der Keimblätter die Hüllen zu durchbrechen und, mittelst einesdie Körperoberfläche bedeckenden Wimperkleides frei herumschwimmend,als ,.Planulae" die Keimblätter und Organe zu bilden. Da hier zurembryonalen Entwicklung eine mehr oder minder ausgedehnte post-embryonale Entwicklung kommt, ist es mißbräuchlich, für jede Form derEntwicklungsgeschichte den Namen „Embryologie" anzuwenden; vielmehrist es nötig, diesen Namen auf die Entwicklungsvorgänge in den Eihüllenzu beschränken, generell dagegen von Entwicklungsgeschichte oder Onto-genie zu sprechen. Wie man das unentwickelte Tier innerhalb seinerHüllen einen Embryo nennt, so ist der Name „Larve" für das frei-lebende, aber noch entwicklungsbedürftige Tier üblich.
Die Larvenentwicklung kann nun entweder eine direkte oder Duckte undeine indirekte sein. Bei der direkten Entwicklung bewegt sich die Er^n*-Larve, wie der Name sagt, gleichsam geraden Weges auf ihr Endziel, das lun s-geschlechtsreife Tier, zu, indem sie allmählich die ihr fehlenden Organeanlegt und stetig somit dem geschlechtsreifen Tiere ähnlicher wird. Dieindirekte Entwicklung macht dagegen Umwege; es werden Organe an-gelegt, die später wieder zugrunde gehen und nur auf das Larvenlebenberechnet sind, die man demgemäß auch Larvenorgane nennt. Beider Definition der indirekten Entwicklung oder, wie sie gewöhnlich ge-nannt wird, der Metamorphose, ist daher besonderes Gewicht auf die Metamor-Anwesenheit der ..Larvenorgane" zu legen. So unterscheiden sich die p °
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