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Lehrbuch der Zoologie
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Allgemeine Zoologie.

a) Holoblastische Eier mit totaler Furchung.

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Fig. 102.

1. Äquale Furchung: Der Dotter ist in geringen Mengen gleichmäßigim Ei verteilt; hei der Furchung zerfällt das Ei in Teilstücke vonannähernd gleicher Größe und gleichem Dotterreichtum (alecithale holo-blastische Eier) (Fig. 100).

2. Inäquale Furchung: Der Dotter ist reichlich, aber nicht reichlichgenug, um die vollkommene Furchung zu verhindern; er liegt besondersam vegetativen Pole des Eies und ist Ursache, daß hier die Furchunglangsamer verläuft und daß hier größere, weil dotterreichere Furchungs-kugeln entstehen. Man findet daher den Keim gebildet von kleinenanimalen dotterarmen und großenvegetativen dotterreichen Zellen(telolecithale holoblastische Eier)(Fig. 102 u. 103)/

Fig. 102. Inäquale Furchung desEies von Petrömyzon (nach Shipley ausHatschek). A Stadium der 8 Furchungs-kugeln. />' Blastula, in meridionalerRichtung durchschnitten. Die Ungleich-heit der Furchungskugeln tritt hier erstmit der Äquatorialfurche ein.

Fig. 103. Inäquale Furchung desEies einer Schnecke, Nassa mutabilis (nachBobretzky). I Schon die erste Meridional-furche hat das Ei in ungleiche Stückegeteilt. II Die zweite Meridionalfurchehat 3 kleinere und eine größere Fur-chungskugel gebildet (beides seitliche An-sichten). III Dieäquatoriale" Furchehat 4 kleinere animale und 4 größere,aber ungleiche vegetative Zellen erzeugt(Ansicht vom animalen Pol).

b) Meroblastische Eier mit partieller Furchung.

3. Dicoidale Furchung: Der Dotter ist in der vegetativen Partie desEies so stark angehäuft, daß er ihre Abfurchung verhindert. DieFurchung bleibt daher auf die Umgebung des animalen Poles beschränktund zerlegt dieselbe in eine Scheibe kleiner Zellen, die Embryonal-anlage oder Keimscheibe (telolecithale meroblastische Eier) (Fig. 104).

4. Superficielle Furchung: Der Dotter ist im Centrum des Eies an-gehäuft und verhindert dessen Abfurchung: infolgedessen zerfällt nurdie Kinde des Eies in Furchungszellen, welche in Form einer zu-sammenhängenden superficiellen Schicht die ungefurchte centrale Masseumhüllen (Centrolecithale Eier) (Fig. 105).

Von den genannten vier Arten der Furchung hat die superficielleFurchung ein systematisches Interesse, indem sie ausschließlich bei denArthropoden vorkommt. Die übrigen Furchungsarten verteilen sich inder Weise, daß die discoidale bei der Mehrzahl der Wirbeltiere und beiden höchst organisierten Mollusken, den Tintenfischen, einigen Arthro-poden und Tunicaten beobachtet wird, während äquale und inäqualeFurchung bei allen Stämmen der vielzelligen Tiere auftreten können.

Während der Furchung bildet sich früher oder später im Innern Biastni».des Eies zwischen den Zellen ein Holdraum aus, welcher mit dem Fort-schreiten der Entwicklung immer größer wird und die Furchungshöhle