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Allgemeine Zoologie.
die Masse dieses Ballastes im Verhältnis zum Protoplasma zunimmt, umso langsamer werden die Teilungsvorgänge verlaufen. Schließlich trittein Moment ein, wo der Widerstand des Dotters so groß wird, daß dasProtoplasma der Arbeit nicht mehr vollkommen gewachsen ist; dannwerden nur die protoplasmareicheren Partien des Eies geteilt, die dotter-reicheren bleiben eine ungeteilte Masse. Man spricht in diesen Fällenvon einer partiellen Furchung im Gegensatz zu dem gewöhnlichen undursprünglicheren Verhalten, der totalen Furchung: ferner nennt man dieEier, welche die partielle Furchung zeigen, meroblastische, weil nurder abgefurchte Teil des Eies direkt zum Aufbau des Embryo oder desSprosses (Blastos) verbraucht wird, während die ungeteilte Hauptmasseals Nährmaterial beim Wachstum dient. Die Eier mit totaler Furchungsind dagegen die holoblastischen.
Fig. 101. SchematischerLängsschnitt durch einVogelei (aus Balfour). 1.das Ei: b. I. Keimscheibe,w. y. weißer Dotter, y. y.gelber Dotter. 2. Hüllendes Eies: i\ t. Chorion,x. und w. innere undäußere Eiweißlage, eh. I.Cbalazen, i. s. m. und s.?n. innere und äußereSchalenhaut, dazwischenam rechten Ende a. eh.die Luftkammer, s. Schale.
th.l.
u.cli.
Verteilung Was nun zweitens die Anordnung des Dotters anlangt, so steht
des Dotters, ^gelbe j n Beziehung zur Lage des Kerns. Entweder sammelt sich derDotter konzentrisch um den Mittelpunkt des Eies (centrolecithale Eier);oder er häuft sich besonders reichlich an einem Pol an und verdrängtKern und Protoplasma nach dem anderen (telolecithale Eier). Dader kernhaltige Pol im Laufe der Entwicklung stets zum animalen wird,so kann man im Ei eine animale protoplasmareichere und eine vegetativedotterreichere Partie unterscheiden. Bei vielen telolecithalen Eiern gehenbeide Partien allmählich ineinander über, bei anderen wieder ist derUnterschied scharf ausgeprägt, so daß eine deutliche Grenze die fast reinprotoplasmatische animale Partie von der dotterhaltigen vegetativen Partietrennt. Am schönsten zeigt dies Verhalten das Vogelei (Fig. 101). AlsEi im Sinne der Embryologie ist hier nur das Gelbei anzusehen, währenddas Eiweiß, die faserige Eihaut und die Kalkschale erst spätere Ablage-rungen auf der Oberfläche des Eies sind. Die Hauptmasse des Gelbeiesist Nahrungsdotter, auf welchem eine bei jeder Lage nach oben gewandtedünne Schicht von Protoplasma ruht, die Keimscheibe. Letztere enthältden Eikern und grenzt sich nach der Befruchtung und mit fortschreitenderEntwicklung immer schärfer von dem darunter gelegenen Dotter ab.vor- Nach den vorausgeschickten Bemerkungen werden wenige kurze
aSZs Erläuterungen genügen, folgende Tabelle der verschiedenen Furchungs-Fmeiumgs- ar t en verständlich zu machen.