Allgemeine Zoologie.
die chromatischen und achromatischen Teile des Kerns des Spermatozoonsoder des Spermakerns —, während der Schwanzfaden und das etwavorhandene Protoplasma vom Dotter des Eies assimiliert worden sind.Im Protoplasma des Eies erzeugt das Centrosoma des Spermakerns eineintensive Strahlung, wie sie auch während der Teilung beobachtet wird.
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Fig. 97. Vier Befruchtungsstadien von Strongylocentrotus lividus (nach Kosta-necki). I Eindringen des Spermatozoons, II Drehung des Spermakerns, III Sperma-kern auf der Wanderung zum Bikern, IV Vereinigung von Ei- und Spermakern.(In I und II sind nur kleine Teile des Eies dargestellt).
Die Strahlung voran, wandert der Spermakern auf den Eikern zu, biser ihn erreicht hat (Fig. 97) und mit ihm zum Furchungskern ver-schmilzt. Jetzt teilt sich das Centrosoma in zwei Tochtercentrosomen,welche sich an entgegengesetzte Enden des Kerns begeben und ihn zurTeilung veranlassen. So wird der Furchungskern zur Furchungsspindel,die sich teilt und damit den Anstoß zur Embryonalentwicklung, zu denals Furchungsprozeß bekannten successiven Teilungen gibt. Da erst mitder Vereinigung der Geschlechtskerne die Befruchtung abgeschlossen ist,so gelangen wir zu dem fundamental wichtigen Satz, daß das Wesender Befruchtung in der Vereinigung von Ei- und Spermakernbesteht.
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Fig. 98. Befruchtung von Ascaris megalocephala (nach Boveri). A Die Spindel-enden (Centrosomen) gebildet, B die Spindel fertiggestellt, sp Spermakern, resp. dieaus ihm hervorgehenden Chromosomen, ei Eikern, p Richtungskorperchen.
In vielen Fällen kann eine Abkürzung der Entwicklung eintreten,indem das Stadium des Furchungskerns ausfällt und das Material vonEikern und Spermakern ohne vorherige Vereinigung direkt in die Furchungs-spindel übergeführt wird. Diese Fälle ändern nichts an dem oben auf-gestellten Satz: wohl aber sind sie wichtig, weil sie deutlicher erkennen