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Allgemeine Zoologie.
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dagegen entwickeln sie Spermatozoen und Eier, aus denen wiederumdie festsitzenden Ammen, die Polypen, entstehen. Das Beispiel lehrtzugleich, daß beim Generationswechsel nicht nur ein Unterschied in derFortpflanzungsweise vorhanden ist, sondern daß meistens noch dazu einUnterschied in der Gestalt und Organisation kommt. Zwischen Polypund Meduse ist der Unterschied so groß, daß man beide, obwohl Reprä-sentanten derselben Art, lange Zeit in ganz verschiedenen Klassen desTierreichs unterbrachte. — In manchen Fällen kann sich der Generations-wechsel noch dadurch komplizieren, daß zwei ungeschlechtliche Genera-tionen aufeinander folgen, ehedie Rückkehr zur geschlechtlichen
Fortpflanzung 'eintritt: dannspricht man von Großamme.Amme und Geschlechtstier.
Die Heterogonie unter- ^ süftn .
scheidet sich von dem gewöhn-lichen Generationswechsel oderder Metagenesis dadurch, daß dieungeschlechtliche Fortpflanzungdurch Parthenogenesis ersetztist. Es alternieren somit Tierevon manchmal ganz verschie-denem Bau, von denen die einenvon befruchteten, die anderenvon unbefruchteten Eiern ab-stammen. Gewisse Krebse, dieDaphniden, zeigen die Hetero-gonie in typischer Weise. LangeZeit im Jahre findet man nurWeibchen, die sich partheno-genetisch durch Sommereier ver-mehren; vorübergehend tretendann Männchen auf; es werdendie befruchteten Wintereier ge-bildet, aus denen wiederum par-
thenogenetische Generationenhervorgehen.
Fig. 94. Bougainvillea ramosa (aus Lang).h Hydranthen, welche Medusenknospen (mit)erzeugen (Amme), m losgelöste Meduse, Mar-geiis ramosa (Geschlechtstier); hr Hydrorhiza;hc Hydrocaulus.
Die Heterogonie hat man vielfach von der Metagenesis nicht ge-nügend unterschieden, meistens deswegen, weil man die parthenogenetisclieFortpflanzung für eine ungeschlechtliche hielt: so bei den. Trematoden.Die geschlechtsreifen Distomen erzeugen die ganz abnorm gestaltetenSporocysten, diese liefern parthenogenetisch wieder die Larven derDistomen, die Cercarien. Lange Zeit huldigte man hier der Ansicht,daß die Zellen, aus denen die Cercarien abstammen, keine Eier, sondern„innere Knospen", „Keimkörner" seien (Fig. 213). — Unter die Heterogoniehat man andererseits auch Fortpflanzungsweisen aufgenommen, bei denengar keine Parthenogenesis vorkommt Man nennt Heterogonie auch dieFälle, wo zwei Generationen alternieren, welche nur verschiedene Gestaltund Organisation haben. In der Froschlunge wohnt ein früher „Ascarisnigrovenosa" genannter hermaphroditer Wurm; er erzeugt die getrennt-geschlechtliche, im Schlamm lebende Rhabditis nigrovenosa, aus derenEiern wieder die Froschascariden entstehen.