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Allgemeine Zoologie.
heit des Wachstums besteht, und wie sie bedingt ist, ist unbekannt.Beachtenswert ist in dieser Hinsicht, daß viele Tiere sich ungeschlecht-lich vermehren, ehe sie ihre normale Größe erreicht haben(Knospungen im Embryonal- und Larvenleben der Bryozoen, und Tuni-cateri). Das die Fortpflanzung vorbereitende Wachstum des Organismuskann nun entweder ein allgemeines sein und zu einer gleichmäßigenVergrößerung des Tieres in allen seinen Teilen führen, oder es ist lokali-siert und bedingt eine partielle Vergrößerung und demgemäß die Bildungeines Auswuchses in der Gegend des gesteigerten Wachstums; im ersterenFalle kommt es zur Teilung, im letzteren Falle zur Knospung.Teilung. Bei der Teilung (Fig. 118, 152 und 153) zerlegt sich ein Tier in
2 oder mehr untereinander gleichwertige Stücke, so daß es nicht möglichist, Mutter- und Tochtertiere zu unterscheiden; denn das ursprünglicheTier hat sich vollkommen in die junge Generation aufgelöst. Die Teilungist gewöhnlich eine Querteilung, wobei die Teilebene senkrecht zur Längs-achse des Tieres steht. Seltener ist Längsteilung, am seltensten dieSchrägteilung (die Teilungsebene schneidet in der Richtung der Längs-achse durch oder bildet mit ihr einen spitzen Winkel.)Knospig. o f Bei der Knos-
pung sind die sichergebenden Produkteungleichwertig. Daseine Tier führt denBau des Muttertieresweiter. Der durch lo-kales Wachstum be-dingte Auswuchs da-gegen, die Knospe, er-scheint als eine Neu-bildung, als das Toch-terindividuum. Immer-hin ist der Unterschiedzwischen Teilung undKnospung kein unver-mittelter. Wenn wirvon der Zweiteilungausgehen, so wird die-selbe sich der Knos-
r lg. \)ö. A Hydra gnsea m Knospung auf dem opti- . ... m ß
sehen Längsschnitt, daneben B erste Anlage einer Knospe. pung m gleicnem Atabeen Entoderm, ek Ectoderm, s Stützlamelle, f Tentakeln nähern, als die Teil-des Muttertieres, t" Tentakeln der Knospe, m Magen, o produkte ungleichMundöffnung. werden, so daß das
eine mehr und mehr den Charakter einer Knospe, das andere den Charakterdes fortexistierenden Muttertieres annimmt. Solche Übergänge sind nament-lich bei der terminalen Knospung möglich, bei welcher die Knospe inder Verlängerung des Muttertieres an dem einen Ende der Hauptachseauftritt (Fig. 182). Der Charakter der Knospung ist dagegen unverkenn-bar, wenn die Knospe unter Neubildung ihrer Körperachse als ein seit-licher Auswuchs der Mutter entsteht (Fig. 93), oder wenn von einemgemeinsamen Muttertier gleichzeitig zahlreiche Knospen abgeschnürtwerden (Fig. 22) (laterale oder multiple Knospung).