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Entwicklung der Morphologie.
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Typen- comparee". Von ganz epochemachender Bedeutung war die kleineeone. g c v ir jft- ^g ur un ra pprochement ä etablir entre les differentes classes desanimaux", in welcher er die berühmte Typentheorie begründete undmit derselben im Jahre 1812 eine vollkommene Reform der Systematikherbeiführte. Diese Cuviersche Einteilung, welche Ausgangspunkt für alleweiteren Klassifikationen geworden ist, unterscheidet sich äußerlich vonallen früheren Systemen darin, daß sie die Klassen der Säugetiere, Vögel,Reptilien und Fische unter dem von Lamarck eingeführten Namen,. Wirbeltiere" zu einer höheren Einheit zusammenfaßt, daß sie fernerdie sogenannten „Wirbellosen" in drei weitere, den Wirbeltieren gleich-wertige Einheiten abteilt: Mollusken, Artictdaten und Radiaten.Cuvier nannte diese über den Klassen stehende Einheiten Provinzenoder Hauptzweige (embranchements), wofür dann später durch Blain-ville der Name „Typen" eingeführt wurde. — Noch wichtiger aber sinddie Unterschiede, welche sich in der inneren Begründung des Systemsaussprechen. Anstatt wie frühere Systematiker einige wenige, vielfachäußerliche Merkmale bei der Einteilung zu benutzen, stützte sich Cuvierauf die Gesamtheit der inneren Organisation, wie sie in dem Lageverhält-nis der wichtigsten Organe, besonders des Nervensytems, zum Ausdruckkommt. „Der Typus ist das Lageverhältnis der Teile" (v. Baer).Hiermit wurde zum ersten Male die vergleichende Anatomie zur Bildungeines natürlichen Systems der Tiere herangezogen.
Schließlich begründete die Typentheorie eine ganz neue Auffassungvon der Anordnung der Tiere. Cuvier fand als herrschende Ansichtdie Lehre vor, daß alle Tiere eine einzige, vom niedersten Infusor biszum Menschen aufsteigende Reihe bilden; innerhalb dieser Reihe werdedie Stellung eines Tieres ausschließlich von seiner Organisationshöhebestimmt. Dagegen lehrte Cuvier, daß das Tierreich aus mehrerenkoordinierten Einheiten, den Typen, bestehe, welche unabhängig neben-einander existieren, innerhalb deren es wiederum höhere und niedereFormen gebe. Die Stellung eines Tieres werde durch zwei Faktorenentschieden, erstens durch seine Zugehörigkeit zu einem Typus, durchden Bauplan, welchen es vertritt, zweitens durch seine Organisationshöhe,durch die Stufe, welche ihm innerhalb seines Typus zukommt.
Cuvier (1760 —1832), geboren in dem damals noch wüxttembergisehenStädtchen Mömpelgardt (Montbeliard), genoß seine Ausbildung auf derCarlsschule bei Stuttgart. Die Gelegenheit, die sich ihm bot, als Haus-lehrer des Grafen d'Hericy an das Meer zu kommen, benutzte er zu Be-obachtungen über Seetiere, besonders zu seinen großes Aufsehen erregen-den Untersuchungen über den Bau der Mollusken. Im Jahre 1794siedelte er, besonders auf Veranlassung seines späteren großen GegnersGeoffroy St. Hilaire, nach Paris über, wo er zunächst Professor derNaturgeschichte an der Centralschule und dem College de France, späterProfessor der vergleichenden Anatomie am Pflanzengarten wurde. AlsZeichen des großen Ansehens, in welchem Cuvier stand, sei noch hervor-gehoben, daß er wiederholt mit hohen Stellungen im Kultusministeriumbetraut und zum Pair von Frankreich ernannt wurde.
ver- Zu denselben Resultaten, welche Cuvier auf vergleichen d-anato-
S Entwick- e mischem Wege förderte, gelangte C. E. v. Baer zwei Dezennien spätergeschähe m ^ Hilfe der Entwicklungsgeschichte. — Innerhalb der Zoologie ist die
Entwicklungsgeschichte eine der jüngsten Disciplinen gewesen.
Was Aristoteles darüber von sachlichem Material kannte, was Fabri-