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Entwicklung
den ganz meisterhaften Bildern einehol auf den ersten Blick erkennen
Morphologie.
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s Lyon et oder Rösel von Bösen-
So war durch den Fleiß vieler von Liebe zur Natur erfüllter Männerreiches anatomisches Material zusammengetragen worden,^welches der
ein
geistigen
Periode dervergleichen-den Anato-
•Verarbeitung harrte: und diese geistige Verarbeitung wurde
durch die großen verg
•leichenden Anatomen am Ende des^ IS. und
^^^^^^^^^^^^ amAnfang'7esT97jahrhunderts begonnen. Unter denselben sind vor allemdie französischen Zoologen Lamarck, Geoffroy St. Hilaire, Cuvierund die Deutschen Meckel und Goethe zu nennen.
Indem man die einzelnen Tiere untereinander auf ihren Bau hmverglich, gelangte man schon damals zu einer Reihe wichtiger Grund-gesetze, vor allem des Gesetzes der Correlation der Teile - balance-ment des organes" - und des Gesetzes der Homologie der Organe.Ersteres stellte fest, daß ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Or-ganen eines und desselben Tieres besteht, daß lokale \ eränderungen aneinem einzelnen Organ auch zu Veränderungen an entfernt hegendenPunkten des Körpers führen, daß man daher aus der Beschaffenheit ge-wisser Teile auf die Beschaffenheit anderer Körperabschnitte einen huckschluß machen könne. Namentlich Cuvier benutzte dieses Prinzip umaus den paläontologischen Resten sich das Aussehen ausgestorbener Iier-formen zu rekonstruieren. -- Noch wichtiger wurde die Lehre von derHomologie der Organe. Man lernte an den Organen der Pierezwischen einem anatomischen und einem physiologischen ( harakter unter-scheiden: der anatomische Charakter ist die Summe aller anatomischen
Correlationder Teile.
Homologieund Ana-logie.
Merkmale, wie sie in Gestalt, Structur.
Lagebeziehung und Verbindung
weise der Organe gegeben sind; der physiologische Charakter ist ihreFunction. Anatomisch gleiche Organe werden bei nahe verwandtenTieren meist auch dieselbe Function haben, wie z. B. die Leber samt-licher Wirbeltiere die Function hat. Galle zu bereiten: hier gehen ana-tomische und physiologische Charakteristik Hand m Hand. Indessenmuß dies nicht der Fall sein; vielmehr kann es vorkommen, daß einund dieselbe Function, wie z. B. die Atmung der Wirbeltiere, von ana-tomisch verschiedenartigen Organen besorgt wird, bei den Fachen durchdie Kiemen, bei den Säugetieren durch die Lungen. Umgekehrt könnenanatomisch gleichwertige Organe, wie Lunge fax Säugetiere und Schwimm-blase der Fische, verschiedene Functionen besitzen, (deiche Organe könnensomit von einer Tierabteilung zur anderen einen Functions Wechselerfahren; der hydrostatische Apparat der Fische ist bei den Säugetierenzum Sitz der Respiration geworden. - Organe gleicher Function, physio-logisch gleichwertige Organe, nennt man nun analog; Organe von gleicheranatomischer Beschaffenheit, anatomisch gleichwertige Organe, nennt mandagegen homolog. Als Aufgabe der vergleichenden Anatomie wurdeerkannt, in den verschiedenen Tierabteilungen die homologen, die ana-tomisch gleichwertigen Organe ausfindig zu machen und sie auf ihrendurch Functionswechsel bedingten Gestalt- und Structurveränderungen zuverfolgen.
Der hervorragendste Vertreter der vergleichend-anatomischen Lich-tung war Georges Dagobert Cuvier. Seine Untersuchungen erstreck-ten sich, abgesehen von'den Mollusken, auf die Cölenteraten, Arthro-poden und Wirbeltiere, lebende wie fossile; seine ausgedehnten Er-fahrungen über den Bau der Tiere sammelte er in zwei Werken „Leregne animal distribue" d'apres son Organisation" und „Lecons d'anatomie