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II. Bestimmung der Karboxylgruppe.
B. Titration der Säuren.
Ist das Molekulargewicht eines karboxyl haltigen Körpersbekannt, so kann auch oft durch Titration seine Basicität be-stimmt werden.
Man kann mit wässeriger oder alkoholischer Y^Normal-Kali- oder Natronlauge, oder .mit wässeriger '/^Normal-Baryt-hydratlösung arbeiten. Titration mit l / i Normal- Ammoniak habenKehrer und Hofacker 1 ) vorgenommen.
Von Säuren werden in der Begel Salzsäure oder Schwefel-säure verwendet.
Letztere kann beim Arbeiten in alkoholischer Lösung nichtgebraucht werden, weil die ausfallenden unlöslichen Sulfatedas Erkennen der Endreaktion stören.
Die zum Auflösen der Substanz benutzten Flüssigkeiten(Alkohol, Aether etc.) müssen säurefrei sein oder vorher mitVio normaler Lauge genau neutralisirt werden. Als Indikatorenwerden Phenolphtalei'n, Methylorange, seltener Eosolsäure,Kurkuma oder Lackmus verwendet. Auf Kohlensäure ist immerentsprechend Bücksicht zu nehmen. Bei dunkel gefärbtenFlüssigkeiten ist oft Alkaliblau mit Vortheil anwendbar.
C. Indirekte Methoden.
Die indirekten Methoden zur Basicitätsbestimmung organi-scher Säuren lassen sich nach der Art der durch die Säureverdrängten Substanz unterscheiden als
A. Karbonatmethode,
B. Ammoniakmethode,
C. Schwefelwasserstoffmethode,
D. Jod-Sauerstoffmethode.
1. Karbonatmethode (Goldsehmiedt undHemmelmayr 2 )).
Eine gewogene Menge Substanz (0,5 bis 1 g) wird in Lösungin ein Kölbchen mit dreifach durchbohrtem Stopfen gebracht.
') Ann. 294, 171.3 ) M. 14, 210.