Bestimmung durch Analyse der Metallsalze der Säure.
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Namentlich sind Silbersalze für diesen Zweck verwend-bar, weil sie fast immer wasserfrei und neutral erhaltenwerden.
Immerhin sind Ausnahmen bekannt. So krystallisirt daskantharidinsaure Silber mit einem 1 ), das Silbersalz der Kam-phoglykuronsäure mit drei 2 ), das metachinaldinsaure Silber mitvier 3 ) Molekülen Krystallwasser.
Auch saure Silbersalze sind, wenn auch selten, beobachtetworden 4 ).
Viele Silbersalze sind licht- oder luftempfindlich, oder —wie das Silbersalz der Oxalsäure — explosiv.
In derartigen Salzen, die beim Erhitzen plötzlich zersetztwerden, bestimmt man den Silbergehalt durch Versetzen dergelösten, oder suspendirten Substanz mit Schwefelwasserstoffoder Salzsäure.
Sonst wird das Silber gewöhnlich durch Glühen des Salzesim Porzellantiegel bestimmt. Da das so erhaltene Silber aberoft kohlehaltig ist, muss man den Glührückstand nochmalsin Salpetersäure lösen und nach dem Verdünnen und even-tuellen Filtriren mit Salzsäure fällen.
Kupfersalze sind namentlich in der Pyridin- und Chino-linreihe charakteristisch, Zinksalze in der Fettreihe mit Vor-theil angewendet werden.
Auch Na-, K-, Ca-, Ba- und Mg-Salze, seltener Pb-Salze, sindzur Basicitätsbestimmung von organischen Säuren herangezogenworden.
Da indessen von vielen Säuren gut definirte, neutrale Salzenicht darstellbar sind, andererseits auch andere AtomgruppenMetall zu fixiren vermögen, hat diese Methode nur beschränkteAnwendbarkeit.
! ) Homolka, B. 19, 1083.
2 ) Schmiedeberg und Meyer, Z. physich Ch. 3, 433.
3 ) Eckhardt, B. 22, 276.
4 ) Eine Zusammenstellung findet sich bei Lassar-Cohn, S. 242.