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regsten Probleme durch die einfachsten Mittel. Dennman darf sich nicht vorstellen, dafs Scheele mit denGeräthschaften gearbeitet habe, welche wir jetzt be-sitzen, noch selbst mit denen, welche sich in den Hän-den der Chemiker seiner Zeit befanden. Einige Kol-ben, Schmelztiegel und Flaschen, einige Bierglaser undBlasen, denen man die nölhigsten Präparate hinzufügenmufs, machten sein ganzes Laboratorium aus. Er kanncomplieirte Instrumente verschmähen, er weifs sie zuentbehren. Er hatte keine Glocken; Trinkglaser ver-sahen ihre Stelle. War er genölbigt, Gasarten aufzu-sammeln, so befestigte er eine Blase an den Hals derPhiole, an die Mündung des Kolbens, in denen siesich entwickelten. War die Blase gefüllt, so verschlofser ihre Oeffnung mit einem Faden. Wollte er das gas-förmige Produkt gebrauchen, so löste er die Schnurdrückte die Blase zusammen, und unterwarf das her-ausströmende Gas den Versuchen, welche sein wifshe-gieriger Geist ihm eingab.
Seine Geschicklichkeit ersetzte alles, und ohne einenanderen Apparat als den so eben angeführten wufste erdie feinsten Versuche zu machen , die verborgenstenStoffe zu isoliren, die unerwartetsten Verbindungen zuerzeugen, uiul sich zu den wichtigsten Entdeckungen zuerheben. Die Natur schien ihn über das Mifsgeschicktrösten zu wollen, welches er in seinen äufseren Ver-hältnissen oft erfahren hatte; sie gefiel sich gleichsamdarin, ihm ihre tiefsten Geheimnisse zu entschleiern.Er berührte keinen Körper, ohne eine Entdeckung zumachen, und Sie werden auf diese Art in seinen Ab-handlungen oft drei oder vier neue einfache Stoffe fin-den, welche er zu gleicher Zeit erkannte. Man kannals Beispiel seine Abhandlung über den Braunstein wäh-len, dessen Studium ihn zur Entdeckung des Mangans,des Chlors, der Baryterde und vielleicht des Sauerstoffs
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