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Die Philosophie der Chemie : Vorlesungen, gehalten im Collège de France
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Dritte Vorlesung.

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Ums Jahr 1773 erschienen auf dem Schauplatz derWelt drei Männer, welche die Gestalt der Wissenschaf-ten nothwendig verandern mufsten.

Verschieden durch ihr Vaterland, ihr Alter undihre Stellung, wie sie es an Geist und Genie sind, ar-beiten alle drei an demselben W r erke mit gleichemMuth, zu derselben Zeit, aber nicht mit demselbenGlück.

Der eine von ihnen, ein Weltmann, reich, umge-ben von den berühmtesten Gelehrten, und an ihrerSpitze stehend, erbebt sieb über den Ruhm aller seinerZeitgenossen. Der andere, ein Geistlicher, ein heftigerTheolog, ein Politiker durch seine Stellung, ohne Glücks-güter, nurdurch einige Freunde der Wissenschaften unter-stützt, wirft einen vorübergehenden Glanz, aber einenso lebhaften Glanz von sieb, dafs wir noch davon ge-blendet sind. Der letzte, ein Apothekergehiilfe, dürftigund bescheiden, allen, und fast sieh selbst unbekannttiefer als der erste, jedoch höber als der zweite ste-hend, beherrscht die Natur durch die Macht der Ge-duld und des Genies, entreifst ihr ihre Geheimnisse,und gründet sich einen unsterblichen Namen.