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Die Philosophie der Chemie : Vorlesungen, gehalten im Collège de France
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gie. Die pharmaceutische Chemie endlich begreift dieEntwicklung der Prozesse, welche man bei der Berei-tung der Arzneimittel zu verfolgen hat. Sie sehen, wel-chen weiten Begriff man sich schon damals von unsererW issenschaft machte.

Le Fevre fragt sich hierauf, ob die Chemie dieKunst der Veränderungen, oder wohl die der Trennun-gen, oder zugleich die Kunst beider sei? Soll sie dieWissenschaft der Mischungen oder die der Elementesein? Jede dieser Definitionen ist unzureichend, ant-wortet er, und indem er der Chemie die gröfste Aus-dehnung beilegt, setzt er hinzu, dafs sie die gröfsteKeuntnifs aller Dinge zum Gegenstand habe, welcheGott durch die Schöpfung ans dem Chaos hervorgezo-gen hat, und so vereinigt er gleichzeitig die Gegenstände,welche von der Physik, abhängen, mit denen, welchedie beutige Chemie sich vorbehalten hat.

Wenn es sich endlich darum handelt, einen Unter-schied zwischen dem Chemiker und speculativen Physi-ker festzustellen, so verfährt er folgendermaßen:

Wenn ein Schüler den Chemiker fragt, ans wel-chen Bestandtheilen ein Körper zusammengesetzt sei, sobegnügt sich dieser nicht damit, seinem Ohre zu ant-worten, sondern er läfst ihn diese Bestandteile, inwelche das Gemisch sich unter seinen Händen aufgelösthat, sehen, fühlen, berühren, schmecken. Es sei z. B.ein saurer Geist, ein bitteres Salz, eine milde Erde oderein ganz anderes Produkt; es kommt wenig darauf an.Er zeigt sie für sich, und der Schüler nimmt durchsich selbst und seine Sinne alle ihre Eigenschaften wahr.Man richte die Frage an den Physiker. Aus wel-chen Theilen dieser Körper zusammengesetzt sei, wird

er sagen, das ist in der..... Schule noch nicht wohl

festgestellt. Wenn es ein Körper ist, so hat er Ausdeh-nung, folglich mufs er theilhar sein, und kann nur aus