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Die Philosophie der Chemie : Vorlesungen, gehalten im Collège de France
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halb bemühte sicli der König, Le Fevre nacli London 7.11 zie-hen, und ihn zu dem Entschluß zu bringen, sein Va-terland zu verlassen. Aufserdem sicherte ihm Englandfür die Ausübung seiner Religion mehr Sicherheit alsFrankreich zu, wo die Verfolgungen der Protestantenbevorstanden.

Seine Werke hat er in London geschrieben. Nichtsdestoweniger sind sie in französischer Sprache verfafst,und in Paris herausgekommen ; sie gehören Frankreichan. Man findet darin den eleganten Styl eines Mannesvon guter Schule. Sein traite de Chimie raisonneeist nicht, wie die Mehrzahl derer, welche zu dieser Zeitherausgegeben wurden, ein verwirrter Haufen von Re-zepten. Der Verfasser sucht im Gegeutheil sich sorg-faltig Rechenschaft von den Erscheinungen zu geben,welche er mit Ordnung, Methode und Klarheit be-schrieben hat. Sie werden gewifs mit Interesse dasDetail dieses Buches hören, in welches ich einzugehen,für sehr nützlich halte, da letzteres wohl die ganze che-mische Philosophie jener Periode umfafst.

Beim Beginn seines Werkes fragt er sich, ob esmehrere Arten von Chemie gebe, und er gelangt zudem Resultat, dafs es deren drei seien: die philosophi-sche Chemie, die Jatrocbemie und die pharmaceutischeChemie.

Die philosophische Chemie ist die reine Wissen-schaft, absehend von aller Anwendung auf Medizin undPharmazie; sie ist das Studium der Natur, die Unter-suchung der Verbindungen, welche diese hervorzubrin-pen gestattet, die Erklärung der Geheimnisse, welchesie unserer Neugier darbietet; sie umfafst seihst das.Studium der meteorologischen Erscheinungen. Die Ja-trocbemie ist die Anwendung der Chemie auf die Er-scheinungen der Organisation und der Funktionen derThiere; sie ist mit einem Wort die thierische Physiolo-