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chemie; pharmacologische Chemie; chemisches Apotkekerbuch;Prüfung chemischer Arzneimittel; Prüfung ehem. Gifte u. s. w.
1869 zog D. sich vom öffentlichen Lehramte zurück, seineSchüler gedenken des greisen Lehrers mit grosser Hochachtungund Verehrung.
Wilh. Metienheimer, geh. 1802, Apotheker und Professor derPharmacie in Giessen, gründlicher Pharmacognost, führte mehreMineralwasseranalysen aus.
Gottlob Friedr. Wilh. Göbel, geb. 1802, gest. 1857, Apothe-ker in Plauen im Voigtlande, war der Erfinder des Refrigerators,den man gewöhnlich den Liebigschen nennt.
D. Ed. Silier, geb. 1802 in Preussen, gest. in America 1854oder 55, erlernte die Pharmacie in "Westpreussen, kam nachPetersburg, machte Febr. 1829 dort das Apothekerexamen u. ver-waltete, nachdem der Türkisch-Russische Krieg ausgebrochen war,erst in Varna, dann in Adrianopel die dortige Militair-Apotheke;auch war er einige Zeit als Apothekenverwalter in Bucharest. Erkehrte 1830 nach Petersburg zurück und untersuchte dort mehreMineralwasser der Wallachei chemisch, 1831 ging er wieder alsMilitairapotheker nach Polen und war 1833 Hospitalapotheker inWarschau, 1834 war er beim abgetheilten Kaukasischen Corps alsMilitairapotheker thätig und nahm 1835 seinen Abschied. 1839trat er wieder in Kronsdienst und wurde als Revisorgehülfe in derPetersburger Kronapotheke angestellt. 1840 wurde S. in JenaDr. philos. und übernahm 1843 die Professur der Pharmacie inDorpat, welche er bis 1851 inne hatte. Nach einer schwerenKrankheit (wohl Hirnerweichung) nahm er seinen Abschied undging mit seiner zweiten Frau (die erste starb 1847) und den Kin-dern erster Ehe nach America, wo er ein Gasthaus acquirirt ha-ben soll.
Silier war ein Mann von nicht unbedeutenden Fähigkeiten,daher sein Wirken als Lehrer anerkannt werden musste, eintüchtiger practischer Arbeiter und höchst jovial, mehr Lebemannals Gelehrter. — Die 1. Auflage seines Lehrbuchs der Pharmaciezog ihm einen unangenehmen Process zu, indem Kunze (Verlegerdes Martpiartschen Lehrbuchs) ihn beschuldigte, ganze Seiten desbotanischen Theils genannten Werkes abgeschrieben zu haben.Die 2. Auflage, von welcher Bunge den botanischen Theil bear-beitete, war ein vortreffliches Buch. 1838—41 redigirte Silierdas nordische Centralblatt für Pharmacie, in welchem sich manchechemisch-practische Arbeiten von ihm vorfinden, z. B. über dieRectification der Schwefelsäure u. a. m.
Einige Jahre hindurch war S., wenn ich nicht irre, Besitzereiner Privatapotheke (bis 1843) in St. Petersburg.
Carl Aug. Heugel, geb. 1802 in Warschau. In der Kriegszeitmusste der Vater einige mal seinen Wohnort vertauschen, wess-halb der Knabe häufig die Schulen wechselte, zuletzt besuchte erdie Stadtschule in Memel, 1816 trat H. in die neu errichteteApotheke des Apothekers Woitkowitz in Memel. Heugel zeichnete