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2 (1874) Lebensbeschreibung der Förderer derselben
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Wissenschaften sich berühren, und unterstützen müssen. H.stelltegeologische, geographische, physikalische, chemische, astronomische,mineralogische, botanische und zoologische Beobachtungen an.Die Botanik dankt ihm die Schöpfung einer neuen Wissenschaft:der Pflanzengeographie. Mit Bonpland machte er eine Keise indas mittlere Amerika, bei welcher er viel zur Erforschung derAbstammung der Chinarinden beitrug. Im Jahre 1829 bereisteer den Ural mit Gustav Rose. Unter den vielen Schriften Hum-boldts wollen wir nur 1) seine Ideen zur Pflanzengeograp'hie 1807,2) seine Ansichten der Natur und 3) sein grosses Werk den Kos-mos nennen. Im letztern Werke zeigt sich die Vielseitigkeit H.in allen Theilen der Naturwissenschaft und wie er alle zu einemGanzen zu verschmelzen verstand.

H. war der Freund König Friedrich Wilhelms IV. von Preussen,verlebte jedoch den grössten Theil seines Lebens, wenn er sichnicht auf Reisen befand, in Paris, obgleich Berlin seine eigent-liche Heimath war, in welcher Stadt oder in deren Nähe er ge-boren war und auch starb. Gott hat ihm ein langes Leben ge-schenkt und er hat es auch durch viel Arbeit auszunutzen gewusst,selbst als 90jähriger Greiss waren seine Geisteskräfte noch frisch.

Jacob Sturm, geb. 1771, gest. 1848, Maler und Kupferstecherin Nürnberg, lieferte ein ausgezeichnetes botanisches Werk, inwelchem die Gründlichkeit der Abbildung unübertrefflich ist: dieFlora Deutschlands mit Abbildung nach der Natur.

Joh Christ. Rohling und Frans Carl Märtens, letzter gest.1831, Lehrer in Bremen.

Heinr. Gottl. Reichenbach, geb. 1793 (Professor in Leipzig,dann Dresden), Math. Joh. Bluff, Anton Fingerhut, Friedr. G.Wallroth. (Professor in Giessen), Zorn, Wilh. Daniel Joh. Koch(geb. 1771, gest. 1849, Professor m Erlangen), schrieben Floreneinzelner Gegenden oder Gesammtfioren.

Christ. Gottfr. Nees von Esenbeck, geb. 1776, gest. 1858,Präsident der Kaiser]. Leopold-Gesellschaft, studirte in Jena Me-dicin und Naturwissenschaft, wurde 1817 Professor in Erlangen,1818 Professor in Bonn, 1830 in Breslau. In seinem vorzüglich-sten Werke: Lehrbuch der Botanik, ist die naturphilosophischeAuffassung erkennbar.

Gottfr. Reinhardt Treviranus, geb. 1776, gest. 1837, Arztund Lehrer am Bremer Lyceum, war für die Pflauzenphysiologiethätig, schrieb Biologie oder Philosophie der lebenden Natur,6 Bände 180222.

Augustin Pyrame de Candolle, geb. 1778, gest. 1841, Pro-fessor der Botanik in Genf, eine Zeit hindurch auch in Mont-pellier. Unter seinen Schriften sind zu nennen: Regni vegetabilissystema naturae, eine ausführliche allg. Flora und Prodromussystematis naturalis regni vegetabilis, (Wurde von seinemSohne Alfons de Candolle fortgesetzt.), ferner ein von AI. vonBunge aus dem Französ. in das Deutsche übersetztes Buch: An-leitung zum Studium der Botanik.