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2 (1874) Lebensbeschreibung der Förderer derselben
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wasserleerer Säure und Aethyloxyd bestehen; die Untersuchungdes Oxamids, der Stearoptene ätherischer Oele, des Holzgeistes(letztere Arbeit mit Peligot) stammen aus derselben Zeit; indieser letzten Arbeit zeigten sie, dass der Holzgeist ein Alkohol(Methyloxydhydrat) sei. Höchst wichtig für die Theorie der Che-mie und die Feststellung der Atomgewichte waren Dumas Dampf-dichtigkeitsbestimmungen von Jod, Schwefel, Phosphor und Queck-silber.

1843 ermittelte D. das Gesetz für die Zusammensetzung derClasse der fetten Säuren und wurde dadurch der Gründer derLehre für die Homologen.

Durch die Substitutionstheorie oder Metalepsie gab DumasVeranlassung zur Gründung der Typentheorie; er führte eine schonvon Gay-Lussac betrachtete Thatsache, dass das Chlor den Wasser-stoff in organischen Verbindungen ersetzen könne, näher aus, waswie er meinte, mit der electro-chemischen Theorie im Widerspruchstehe, wodurch sich ein heftiger literarischer Streit mit Berzeliusentspann.

D. ist aber nicht allein einer der grössten chemischen For-scher Frankreichs, sondern hat auch als Lehrer und Schrift-steller grosse Verdienste; sein grosses Handbuch der technischenChemie (es wurde von Andr. Buchner in das Deutsche übersetzt,184449), seine Philosophie der Chemie (Deutsch von Rammels-berg 1839), sein Essai sur la statique chimique des etres organises(Deutsch von Vieweg 1844) u. a. Werke wirkten höchst anregendfür das Studium der Chemie.

Friedr. Wähler, geb. am 31. Juli 1800 zu Eschersheim beiFrankfurt a. M., besuchte das Gymnasium in Frankfurt, studirte1820 in Marburg Medicin und mit besonderer Vorliebe Chemie, wel-chem letztern Fache er sich auf Gmelins Rath 1821 ganz widmete.1823 und 24 arbeitete er in Berzelius Laboratorium, 1825 fander eine Anstellung bei der Berliner Gewerbeschule, welche Stelleer 1832 mit der Professur der höheren Gewerbeschule in Casselvertauschte, 1836 folgte er einem Rufe als Professor nach Göt-tingen, eine Stelle, welche er noch einnimmt. Mit Recht zähltWöhler zu den ersten Chemikern unserer Zeit.

W. schlug denselben Weg, den Berzelius und Liebig gingen,ein, den Weg der Praxis, aus deren Resultaten die Stützentheoretischer Ansichten allein zu ziehen seien. Er erforschte nichtallein das Feld der unorganischen, sondern auch der organischenChemie; eine grosse Anzahl Mineralanalyscn, die Herstellung desAlumiums in metallischer Form, des Kaliums, Berylliums, Yt-triums, Bors, die Entdeckung des Borstickstoffs, des Tellurätherswerden stets als wahre Musterarbeiten dieses Chemikers angesehenwerden. Aber auch die pharmaceutische Chemie dankt ihm vor-treffliche Verbesserungen, so z. B. die Darstellung des Eisen-oxydoxyduls, des milchsauren Eisenoxyduls, des künstlichen Harn-stoffs aus cyansaurem Animon. Unter den Arbeiten für organische

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