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2 (1874) Lebensbeschreibung der Förderer derselben
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Professur der Botanik in Paris und schrieb mehre botanischeSchriften. Dessen Bruder

Bernard de Jussieu, geb. 1699 zu Lyon, gest. zu Paris 1776,begleitete den älteren Bruder nach Spanien, studirte in Mont-pellier Medicin, widmete sich aber von 1722 an ganz der Botanikund muss als der Gründer des ersten natürlichen Pflanzensystemsangesehen werden (Jussieus System), schrieb wenig, seine Ab-handlungen trug er meist in der Academie vor. Der jüngsteBruder

Joh. de Jussieu, geb. zu Lyon 1704, machte Reisen in Peru.

Carl von Linne, geb. am 23. Mai 1707 im Dorfe Räshult,Provinz Smalaud, gest. 1778 den 8. Januar. L. Vater war Pre-diger und wollte dass der Sohn auch Prediger werde, wozu der-selbe aber keine Neigung zeigte, namentlich sagte ihm das Er-lernen alter Sprachen nicht zu und der junge Linne wurde alsfauler Schüler bezeichnet, deshalb gab ihn der Vater zu einemSchuster; da nahm sich der Medicus Rothmann, der in demjungen Menschen eine grosse Neigung zum Pflanzensammeln er-kannt hatte, seiner an und vermochte den Vater, seinen Sohn fürdas Studium der Medicin vorbereiten zu lassen. Nach beendetemStudium in Lund promovirte Linne in Holland, bereiste Schwe-den und Eugland, practicirte als Arzt und wurde nach RudbecksTode Professor der Naturgeschichte in Upsala. Der König vonSchweden erhob ihn für seine grossen Verdienste in den Adel-stand.

Diese grossen Verdienste L. bestanden in der Bestimmung derGattungen und Gattungsnamen der Pflanzen, Einführung einerzweckmässigen Terminologie und Aufstellung eines auf die Ge-schlechtstheile basirten Systems.

Aber auch für Zoologie wirkte Linne. Die Zahl seinerSchriften ist eine sehr grosse, seine Genera plantarum sind nochimmer ein Muster botanischer Diagnose, er beschreibt mit wenigenWorten, aber deutlich und scharf den Gattuugscharacter; ausdieser Beschreibung tritt eine so grosse Beobachtungsgabe her-vor, wie wir sie bei keinem seiner Vorgänger finden, man konntedieselbe eine botanische Logik nennen.

Albrecht von Haller, geb. 1708, gest. 1777, stammte ausBern, studirte unter Boerhave Medicin und wurde Professor derAnatomie und Botanik in Göttingen, später kehrte er nach derSchweiz zurück und wurde Präsident des grossen Raths.

H. schrieb ausser vielen medicinischen Schriften eine Historiastirpium indigenarum Helvetiae. Mit Recht wird H. zu dengrössten Männern des 18. Jahrhunderts gezählt, es ist nur schwerzu entscheiden, ob er grösser als Anatom, Physiolog, Botaniker,Politiker oder Dichter war; jedes dieser Fächer nennt ihn denGrossen. Die Mixtura sulfurica acida führt den Namen Elix. acid.Halleri von Haller, der es in den Arzneischatz einführte.

Joh. Goül. Gleditsch, geb. 1714, gest. 1786, Academiker Ber-lins, schrieb methodus fungorum und Systema plantarum a sta-