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2 (1874) Lebensbeschreibung der Förderer derselben
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a) Aerzte dieser zwei Jahrhunderte.

Johann von St. Amand, um 1250, aus dem Hennegausclien,Kanonikus zu Tournay (Dornyk) in Flandern, schrieb Expositiosupra Antidotarium parvum Nicolai, ein nach den Wirkungen ge-ordnetes Arzneibuch, in welchem der Destillation des Terpentin-öls als Ol. benedictum gedacht wird.

Pietro de Tussignana, senior, um 1250, schrieb aus mehrenmedicinischen Werken ein Buch über die Heilquellen.

Nicolaus Myrepsus Alexandrinus, um 1250, wurde in Alexan-

% drien geboren und lebte als Leibarzt (Actuarius) des Kaisers

Joh. Ducas Vatatzes zu Nicäa; er schrieb ein Arzneibuch, worin

sich 2656 Vorschriften von Arzneimitteln befanden, unter dem

Titel: Nie. Alexandrini liber de eompositione medicainentorum.

Thadäus von Florenz, geb. 1215, gest. 1296, Professor undGründer der medic. Schule von Bologna, ein Arzt von grossemHufe. Er oommentirte den Hippokrates und Galen, empfiehlt denWeingeist und führt die Acruae spirituosae in den Arznei-schatz ein.

Johannes Actuarius (der Leibarzt), geb. um 1250, Leibarztdes Andronicus Paläologus, schrieb verschiedene medic. Werke,unter denen das über den Wein das beste ist.

Pietro von Albano oder Petrus Aponensis, geb. 1250, gest.1320, Professor in Padua, schrieb ein berühmtes Werk: Concili-ator differentiarum philosophorum et praeeipue medicorum. P.war ein gründlicher Kenner der Griechischen Sprache.

Dinus a Garbo, gest. 1327, schrieb eine Clururgia, über Ge-wichte und Maasse, sowie über Pflaster und Salben.

Thomas a Garbo, Sohn des Dinus, gest. 1370, von ihm rühmtPetrarca seine pract. Tüchtigkeit.

Arnold von Villanova auch Arnold de Bachuone genannt, geb.1248, gest. beim Schiffbruch 1314 Lehrer der Philosophie undMedicin in Barcelona, sowie in Paris, lebte dann als Arzt undAdept in Montpellier, llom, Bologna, Florenz, Neapel und Sici-lien, nachdem er 10 Jahre vorher in Paris Theologie studirthatte. Aus Spanien tnusste er vor den Verfolgungen der Priesterflüchten, denen seine religiösen Ansichten zuwider waren. So kamer nach Sicilien und wurde vom Könige Friederich mit offenenArmen aufgenommen.

A. war einer der grössten Alchimisten seiner Zeit. Nachihm ist der Mercurius die Grundlage aller Metalle, den die schwü-lige Wärme in der Erde in andere Metalle kocht. Unter denvielen Schriften dieses Mannes findet sich auch eine Anleitungzur Destillation von Flüssigkeiten und ätherischen Oelen, fernerdie Bereitung der Quecksilbersalbe, zu der er das Tödten desQuecksilbers mit Speichel empfiehlt. Er warnt ferner vor demGebrauche kupferner Gefässe in den Apotheken und der Wirth-schaft. Unter seinen medic. Schriften sind die Nennenswerthesten: