§ 7. Die Drogen der Nebenorgane.
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mit der Wattemaschiue wieder gelockert. Nicht selten bleicht man dieBaumwolle auch noch durch chemische Mittel. Nach anderen Angabensoll die Rohbaumwolle durch Maeeratiou mit Benzol vom Fette befreitwerden.
Morphologie und Anatomie: Die Baumwollenfrucht ist eine sichfachspaltig öffnende, dreifächerige bis fünffächerige Kapsel. Die Epidermisder in der Kapsel enthaltenen Samen besteht aus ziemlich dickwandigenZellen, von denen eine grofse Anzahl ohne Haarbildung bleiben, zahlreicheteilweise zu etwa 1-2 mm langen, dünnen, teilweise zu etwa 2—4 cmlangen, in ihrer breitesten Stelle 0,oi-0,04mm breiten Haaren ausgewachsensind. Die längeren dieser Haare sind die, welche als Baumwolle Ver-wendung finden, die kurzen, welche bei manchen Baumwollenspecies nuran Spitze und Basis der Samen, bei anderen über den ganzen Samenzerstreut vorkommen, können höchstens als Verunreinigung schlechterBaumwollensorten in Betracht kommen.
Die Baumwollenfaser ist also der ganze, über die Epidermis hervor-ragende, abgerissene Teil der langen, einzelligen, luftführenden Haare derSamenschalenepidermis. Die breite, kegelförmige Basis der zum schlauch-förmigen Haare ausgewachsenen Epidermiszelle bleibt in der Epidermissitzen und gelangt nicht in die Droge, die Baumwollenfaser ist also stetsan einer Seite geöffnet. Der aus der Epidermis hervorragende Teil desHaares, wie er in der Droge vorliegt, ist an der Basis relativ dünn, relativdickwandig und mit einem engen Lumen versehen; nach oben zu wird dasHaar zuerst allmählich ein wenig dicker, wobei sich sein Lumen mehrund mehr erweitert, während die Zellwand etwas dünner wird, erreichtetwas unterhalb seiner Mitte die gröfste Dicke und verdünnt sich nachoben zu wieder sehr allmählich, um stumpfer oder spitzer, dünnwandigoder relativ dickwandig zu enden. Die Wand des gröfsten Teiles desHaares, meist mit Ausnahme der Basis und selten auch der Spitze, istgewöhnlich zusammengefallen, so dafs das Haar breit gedrückt erscheint,ein flaches, oft gedrehtes Band bildet. Im Innern des Haares findet sichmeist das abgestorbene Protoplasma, entweder als geschlossener Schlauchoder auch als unregelmäßige Masse. Die Zellwand besitzt einen Durch-messer, welcher % bis »/, des Durchmessers der ganzen Zelle gleich-kommt. Sie besteht aus äufserst zarten Lamellen, die man meist nur beiAnwenduno- von Quellungsmitteln erkennt (siehe Fig. 656), und besitztkeine Tüpfeln. Das ganze Haar ist von einer sehr zarten Kutikula über-zogen, die entweder ganz glatt oder äufserst zart spiralig oder netzförmiggezeichnet ist.
Verhalten der Baumwollenfaser gegen mikrochemische Beagentien:Kupferoxydammoniak verquillt zuerst die Zellwand des Haares sofort,wobei die Schichtung hervortritt (Fig. 655); wenn man in einen Tropfendesselben, auf dem Objektträger einige Fasern ^ bringt, ^ dann lost^ es dieZellwaiid völlig.
Kutikula und Plasmareste lösen sich nicht. Ist die
Arthur Meyer, Wissenschaftliche Drogenktmd«
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