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2 (1892)
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463
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§ 7. Die Drogen der Nebenorgane.

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Anzahl zur Epidermisfläche senkrechter Wände teilte und jede der soentstandenen Zellen zu einem einfachen, kegelförmigen Haare answuchs.Die einzelligen Zweige des Haares sind dickwandig und verbogen.

Man untersucht die Droge am besten zuerst in Chloralhydratlösungund sieht dann leicht die braunen Drüsen, die Haare und sonstige Ver-unreinigungen. Die Drüsen lassen dann das klare, durchsichtige, brauneSekret erkennen, welches sich nur langsam in der Chloralhydratlösungauflöst. Besser sieht man den Bau der Drüse dann, wenn man die Drogevor der Untersuchung mit Chloroform auszieht. Giebt man die Droge inein Reagenzglas mit Chloroform und schüttelt, so schwimmen bald dieDrüsen "oben auf, während sich die meisten Verunreinigungen zu Bodensetzen. Man giefst, wenn das Harz gelöst ist, die Drüsen auf ein Filterchenund wäscht sie vollständig mit absolutem Alkohol aus. Eine Kleinigkeitder Drüsen bringt man auf den-Objektträger in etwas Chloralhydrat-lösung und untersucht sie so. Nimmt man dann das Chloralhydrat wiederweg, "setzt etwas Chlorzinkjodlösuug zu, und drückt hierauf zart auf dasDeckglas, so dafs die Kutikula der Drüsen zerreifst, so färbt sich diedünne Membran der Einzelzellen bläulich, während sich das Protoplasmaund die Kutikula bräunt.

Chemie: Die Kamala liefert beim Ausziehen mit Alkohol, Äther

oder Schwefelkohlenstoff 80 % ei " es roteu Harzes - AlTS dem Harze isfcein krystallisierbarcr Körper, das Rottlerüi (Anderson und Perkin), dar-gestellt, welches sowohl in chemischer als pharmakologischer Beziehungnicht genauer untersucht ist. Reine Kamala liefert nur etwa 2 ll /o Asche,doch ist die Droge meist stark verunreinigt, so dafs gute Droge etwaG % Asche liefert. Zur Beurteilung des Wertes der Droge bestimmtmau am besten den Gehalt derselben an Harz, nach der bei Lupnlin an-gegebenen Methode.

Geschichte: Die wurmtreibende Wirkung der Kamala wurde 1841von Irvine hervorgehoben, und von dieser Zeit an fand die Droge inEuropa medizinische Verwendung.

c) Gossypium depuratum.

Gereinigte Baumwolle.

Todaro, Mouo-

Litteratnr.

Botanik: Pariatore, Le specie dei cotoni, Firenze 1861grafia del genere Gossypium, Roma 1878.

Gröfsere Aufsätze: Wiesner, Rohstoffe des Pflanzenreiches, Leipzig 187:!S. 330. Otto N. Witt, Chemische Technologie der Gespiimstfasern, Braunschweig 1888. Benno Niels, Die Baumwollenspinnerei in allen ihren TeilenWeimar 1868. Vetillard. Etudes sur les fibres veget. textil.. Paris 1870Berthold, Beilage der Zeitschr. f. lamlw. Gewerbe, Dobrusohka 1888.

V.