§ :!. Die Achsendrogen.
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Morphologie: Wir gehen bei den ferneren Betrachtungen von Cin-chona succirubra aus, werden aber noch die dicken Stammrinden vonCinchoua Calisaya in Betracht ziehen.
Cortex Cinchonae succirubrae. Die von kultivierter Cinchonasuccirubra abstammende Droge zeigt je nach ihrem Alter ein etwas ver-schiedenes Aussehen. Selbstverständlich sind jüngere Rinden relativ dünn.Die Aufsenfläche 0,r, mm dicker Rinde ist sehr dunkel braunrot, etwasglänzend, wenig längsrunzelig. Die Innenseite der Rinde ist glatt undrotbraun. Ähnlich verhalten sich die Rinden, bis sie etwa 2 mm dicksind, nur wird die Farbe der Innen- und Aufsenseite etwas heller, dieAufsenseite durch das Eintrocknen stärker längsrunzelig, die Innenseiteetwas rauher und längsrunzelig. Noch ältere Rinden, etwa 3—4 mmdicke, sind gewöhnlich mit Flechten bedeckt, im allgemeinen glatt, abermit gröberen Unebenheiten versehen und durch einzelne kräftige Quer-risse gezeichnet.
Anatomie.
Lupe: Der Querschnitt der Droge läfst wenig Charakteristisches,hei Lupenbetrachtung, erkennen; bei mittelstarken Rinden erscheint errotbraun und meist fein dunkler punktiert. Charakteristischer ist dieBruchfläche; dieselbe zeigt einen äufseren glattbrech enden Teil und eineninneren, faserig brechenden Teil. In dem äufseren, glattbrechenden Teilesieht man mehr oder weniger zahlreiche, unregelmäl'sig verlaufende, konzen-trische Linien, wenigstens eine dunkle Linie in der Peripherie der Rinde.Der innere (durch die Sklerenchymfasern), faserige Teil der Rinde läfst inder braunen Grundmasse zahlreiche weifse Punkte erkennen (besser nochauf dem Längsbruche), die Oxalatzellen. Diese letzteren erkennt manmeist auch auf der Innenseite als helle Pünktchen. Die Aufsenseitejüngerer Rinden zeigt kleine, mattbraune, in der Längsrichtung der Rindewenig gestreckte Lenticellen.
Mikroskop: Man weicht die Rinden vor dem Schneiden am bestenetwas in Wasser ein und kann zum Entfärben und Durchsichtigmachendünne Kalilauge nehmen, die mau vor dem Einlegen der Schnitte inGlycerin, mit etwas verdünnter Essigsäure auswäscht. Die von kultivierterCinchona succirubra abstammende Droge, die also aus höchstens 10 Jahrealter Rinde besteht, ist stets von einer Korkschicht bedeckt, welche demursprünglich in der ersten Parenchymlage unter der Epidermis ent-standenen Korkmeristem sein Dasein verdankt, während sich Borken-bildung auch an selbst 10 mm dicken Rindenstücken nicht findet. DieKorkschicht wird langsam abgestol'sen und besitzt deshalb je nach derDicke der Rinde auch eine verschiedene Mächtigkeit, Diese Korkschicht,welche in Fig. 374 mit K bezeichnet ist, besteht ans typischen, dünn-wandigen Korkzellen, welche mit einer rotbraunen Masse mehr oderWeniger völlig angefüllt sind. Phelloderm wird nicht gebildet. In der