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Toxicologische Tabellen oder tabellarische Uebersicht der Gifte, der Symptome, die sie hervorbringen, der Behandlung der Vergiftungen, der Auffindungsweise der Gifte, u.s.w. : nach den neuesten Entdeckungen und Berichtigungen entworfen
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I. Mineralische Gifte. 1. Metalle.

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Namen derGifte.

Ar senile.

Auffindungsweise.

als Gegenbeweis für das Daseyn des Arseniks gibt Monheim eine neue Reihe von Versuchen an. Die eine Hallte der gesainruten ver-dächtigen Flüssigkeiten wird mit Öydrothionsäure versetzt. Der gesammelte Niederschlag mit Salpeter-und Salzsäure in hinreichenderMenge gekocht, bis sich der Schwefelarsenik in Schwefelsäure und Arseniksäure verwandelt hat, was man durch den unten angegebenenVersuch ausmittelt. Nach geschehener Säuerung werden durch Ahdünstung bis zur Trockne, und durch leichtes Glühen des trocknenRückstandes, die Salz-, Salpeter- und Schwefelsäure von der Arseniksäure getrennt. Die zurückgebliebene feuerbeständige, reine Arsenik-saure wird in destillirtem Wasser aufgelöfst, und mit chemisch-reinem Kali gesättigt. Mit diesem arseniksanren Kali würde man durchoben angezeigte Reagentien obige Resultate erhalten. Benutzte man die eine Hälfte dieser Flüfsigkeit zur Fällung mit essigsaurem Blei,so würde man hieraus die Quantität der vorhanden gewesenen Arseniksäure, und nach dieser die dadurch vorgestellte Menge von Arse-nik-Deutoxyd berechnen können.

Um zu erfahren, oh bei letzterem Versuch bereits alles Arscnik-Deutoxyd in Arseniksäure umgewandelt ist, sättige man einige Tropfenper Flüfsigkeit mit Aetzammonium, und prüfe sie mit höchst oxydirter schwefelsaurer Eisenlosung. Ist der entstehende Niederschlagweils, so ist alles Oxyd in Sänre verwandelt; spielt der Niederschlag ins Orangefarbene, so ist noch Arsenik-Deutoxyd vorhanden, undman mufs die Einwirkung der Säuren noch fortsetzen.gendorlf's Annahm. B. 6, S. 71.

Berzelius Verfahren zur Ausmittelung des Arseniks bei Vergiftungen s. in Pog-

Namen derGifte.

Symptome der

tun«.

Vergif-

. Blei.

Saures essig-saures Blei-ffleizucher.

Kohlensaures

Blei.Blei'veiss.

RothTs Blei-

Oxyd.Mennig.

Blehlatte.

DurrhBleiver-

süsste Weine

Mit Blei ver-setztes Was-ser.

Speisen, die inbleiernenGe-fässen ge-kocht sind.

Süfslicher, metallischer,zusammenziehender Ge-schmack, Zusammenschnü-ren der Kehle, Schmerz inder epigastrischen Gegend,hartnäckiges, schmerzhaftesund zuweilen blutiges Er-brechen; Schluchzen, Con-vulsionen, Tod, nach vor-hergegangenen Erscheinun-gen der Entzündung unddesBrandes der Eingeweide.

Bei der chronischen lilei-vergil'tung,Maler- oderBlei-colik, sind: oft wiederkeh-rende Leihschmerzen, Trok-kenheit des Mundes, Ekel,Erbrechen ; hartnäckigeVerstopfung; am Nabeltrichterförmig eingezogenerBauch ; kein Fieber, keinKopfschmerz, dagegen Zit-tern und Lähmung der Ex-

Beliandlun

tun

der Vergif-

nr

0

Art und Weise

der Wirkimg.

Man errege,oder befordereErbrechen, wende bei völligerloschener Reizbarkeit dieMagenspritze an, und reiche

dann, zur Zersetzung des

uhrigen

Giftes,

voraus"!;.

setzt, dafs es essigsaures Bleiwar, eine Lösung von Glau-ber- oder Bittersalz, oder eineGalläpfelabkochung, oder fcA-weiss in Wasser, Milch,Bouillon u. s. w. Besondersist später die Leibesoii'nungzu unterhalten.

Bei eintretenden Entzün-dungs-Symptomen lasse manzur Ader, verordne Bäder,erweichende K-lystiere, undviel verdünnendes Getränk.

Bei chronischer Vergiftungwende man Opium, (Jrotou-öl, Tinctura nueum vomicaeinnerlich, uud inEinrüibuu-

D;iBlei wirkt wieandere corrosi-ve Gifte, undkann in starkenDosen innerhalbeiniger StundenI Otiten. Es erregtEntzündung, undscheint. durchAbsorption auchdas Nervensystemzu verletzen.

In die Venengebracht, tödfcles schnell.

Leichenbe-fund.

auiMagenwän-

Spuren vouEnt-eündung in denEingeweiden; zu-weilener (Jeberidenden

Bei chronischerBlei - Vergiftungfindet man nieEntzündung —wohl aber Veren-gerung der Ein-geweide, beson-ders des Grimm-darms. Die Blei-colik ist ihremWesen nach Rei-zung der Mus-kel haut desDarm-kanals und seinerNerven. Selten

ist die Sclileim-

Auffindungsweise.

Die Losung des s

Bleieshat einen sülslichen, styplischen Geschmack,färbt Veilchensaft grün; schwefelsaure Salzeund Schwefelsäure bewirken einen weifsen,Chromsäure und das chromsaure Kali einenhellgelben, Kali, Natrum, Ammonium, Kalch-,Baryt- und Strantianwasser einen weifsen,Hydrothiousäure, uud die Schwefelalcalien ei-nen schwarzen Niederschlag.

Kleine Mengen Bleisalzes in viel Wassergelöst, entdeckt man am leichtesten mit demhalbkohlensauren Natrum, welches kohlen-saures Blei daraus weils niederschlägt; denNiederschlag lost man in Essig- oder Salpe-tersäure wieder auf, und prüft ihn.

Gefärbte Auflosungen entfärbt man mitChlorin ; gebt das nicht, so schlage man siemit Schwefchvassei'sloirgas nieder, sammle undtrockne den Niederschlag, vermische ihn miteben so viel causlischem Kali, worauf manihn zur Beduction in einen rothglühendenTiegel bringt. — Eben so verfahre man mitBlei-Oxyden,