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B. Drogen aus der Abtheilung der Gefässpflanzen.
Verwechselungen: Neuseeland liefert ein Harz, welches unter dem Namenneuseeländisches Dammarharz oder Kauriharz oder Kauricopal nach Europakommt und von Dammara australü Don abstammt. Dasselbe wird aber nichtvon lebenden Bäumen gesammelt, sondern findet sich als halbfossiles Harz 1—2 munter der Erdoberfläche in den Kauri-Gummi-Feldern, welche auf der nördlichenHalbinsel der nördlichen Insel südlich bis zum 37° südl. Br. reichen. Es bildetrundliche Stücke von Gänseei- bis Mannskopfgrösse. Seine Härte ist geringer alsdie des Bernsteins. Kauriharz schliesst öfters Käfer und Fliegen ein, hat sehrverschiedene Färbung, ist bald gelblichweiss, bald bräunlich und in den einzelnenStücken ungleichartig gefärbt. Seltner und werthvoller sind ganz klare, häufigerdagegen gestreifte, wolkige und trübe Stücke. Die Oberfläche derselben trägt ofteine 1 cm dicke Verwitterungskruste, die kreidig oder bräunlich, selbst schwärz-lich sein kann. Das spec. Gew. stellt sich auf 1,10—1,115. Die frische Bruch-fläche erscheint muschelig und fettglänzend, ritzt sich mit der Nadel glatt, währendalte Flächen stark splitterig geritzt werden. Kauriharz hat einen balsamischenGeruch und gewürzhaften Geschmack; beim Kauen haftet das Pulver an denZähnen. — Trübe Stücke werden in grossen Mengen nach Amerika und Europazur Firnissbereitung gebracht. Der Export bringt jährlich etwa 4 000 000 Markein. Auch Neu-Caledonien besitzt Kaurifelder. Das Harz dagegen, welches aufden genannten Inseln von lebenden Kauribäumen ausgeschieden wird, entsprichtnicht dem eben geschilderten, sondern vielmehr gewöhnlichem Fichtenharz. —Dem Kauriharz sehr nahe steht der Copal. Mit diesem Namen bezeichnet mansehr harte, erst bei hoher Temperatur (180—340° C.) schmelzende Harze, welcheein dem Bernstein ähnliches Aussehen darbieten. Am härtesten und deshalb amhöchsten geschätzt und begehrtesten sind die ostafrikanischen Copale, welchean der Südostküste zwischen dem 5. und 15.° südl. Br. aus der Erde gegrabenwerden. Sie kommen als Zanguebar- und Mozambique-Copale nach Europa undwerden, weil meist ostindische Schiffe sie verladen, oft auch als ostindische Copalebezeichnet. Ihre Abstammung ist nicht ermittelt, doch vermuthet man, dass sievon ähnlichen Trachylobium-Arten herrühren, wie solche aufMadagascar wachsenund Copalharz ausscheiden. Bschr. von Trachylobium-Arten bei Lrs. B. IL900; Abb. Ha. XL 18; N. v. E. Suppl. V. 18. Die ostafrikanischen Copale bildenTropfen und Körner von 3—10 cm oder platte Stücke von 10—20 cm Durchmesser,welche von einer opaken, mit Sand verunreinigten, feinwarzigen, facettirten undchagrinirten Kruste überzogen sind. Wird letztere abgekratzt oder mittelst Natron-oder Kalilauge abgewaschen, so erscheint der bernsteinähnliche, von Kissen durch-setzte, farblose bis bräunlichgelbe, durchsichtige oder durchscheinende, geruch-und geschmacklose Kern. Derselbe zeigt einen muscheligen, glasglänzenden Bruch,fast Bernsteinhärte und unter allen Copalsorten den höchsten Schmelzpunkt.Westafrikanische Copale finden sich auf dem Küstenstrich zwischen dem 8.nördl. Br. und dem 14.° südl. Hr. in einer bis 3 m tiefen Erdschicht, von SierraLeone bis Benguela. In Sierra Leone wird auch nicht-fossiler Copal von lebendenStämmen gesammelt. In unseren Handel kommt vorzugsweise Copal von Angola»Benguela und Congo, während Frankreich denselben hauptsächlich vonGabonundLo-ango bezieht. Angola-Copal bildet runde, kugel- oder knollenförmige, seltner platteStücke. Jene haben meist 3—8 cm Durchmesser und erreichen nur ausnahmsweise 15bis 20 cm Dicke und 1500—2000 g Gewicht. Aeusscrlich sind sie von einer 0.5 bis1,5 mm dicken, erdigen, schmutzig-weissen bis bräunlichen, warzigen und facettirtenVerwitterungskruste bedeckt. Der Kern ist seltener farblos, häufiger gelblich oder